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Toronto steht unter Wasser

300'000 Menschen sind ohne Strom, Strassen geflutet und der öffentliche Verkehr wurde lahmgelegt: Die kanadische Metropole Toronto steht still.

Schwere Überschwemmungen nach heftigen Gewittern haben in Toronto ein Verkehrschaos und Stromausfälle ausgelöst. Mindestens 300'000 Menschen sassen in Kanadas grösster Stadt im Dunkeln, U-Bahnen stellten den Betrieb ein. Am Flughafen wurden Dutzende Flüge gestrichen.

Besonders dramatische Szenen spielten sich in einem Pendlerzug ab, dessen untere Etage mitten im Feierabendverkehr voll Wasser lief. 1400 Fahrgäste sassen stundenlang fest, etliche retteten sich vor den Fluten in den oberen Teil der Waggons. «Wir sind von allen Seiten von einem Fluss umgeben», schrieb Jonah Cait per Twitter.

Überall verlassene Fahrzeuge

Polizisten und Feuerwehrleute setzten schliesslich aufblasbare Kleinboote ein, um die Fahrgäste in Sicherheit zu bringen. Die Rettungsaktion dauerte rund sieben Stunden. Mindestens sechs Menschen wurden noch vor Ort wegen leichter Verletzungen behandelt. In der Innenstadt standen überall verlassene Fahrzeuge, einige bis zu den Fensterscheiben im Wasser. U-Bahn-Stationen wurden überflutet, Bahndämme unterspült.

Der U-Bahn-Betrieb in Toronto wurde vorübergehend unterbrochen, jedoch später teilweise wieder aufgenommen. Bis Dienstagmorgen war unklar, wann der gesamte Betrieb wieder laufen würde. Erst vor zwei Wochen hatten heftige Regenfälle die Stadt Calgary im Westen des Landes in eine Seenlandschaft verwandelt und bis zu 100 000 Menschen in der Provinz Alberta gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Mindestens drei Menschen kamen damals ums Leben.

AP/mrs

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