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Touristen werden im Tatra-Gebirge vom Blitz getötet

Ein Gewitter überraschte zahlreiche Wanderer: Fünf Tote, darunter zwei Kinder. 20 weitere Personen wurden verletzt.

Ein Helikopter bringt Verletzte zurück ins Tal, wo Feuerwehr und Rettungskräfte bereits warten. (22. August 2019) Foto: Grezegorz Momot/Keystone
Ein Helikopter bringt Verletzte zurück ins Tal, wo Feuerwehr und Rettungskräfte bereits warten. (22. August 2019) Foto: Grezegorz Momot/Keystone

Bei einem heftigen Gewitter im Tatra-Gebirge sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Kinder. Mehr als 20 weitere Menschen hätten am Donnerstag während des Unwetters in Polen und der Slowakei Verletzungen erlitten, teilten Rettungskräfte mit.

Die meisten Opfer gab es auf polnischer Seite des Gebirges. Die polnische Nachrichtenagentur PAP berichtete, ein Blitz habe in eine Kette eingeschlagen, die auf den letzten Metern beim Aufstieg auf Polens zweithöchsten Berg, den Giewont, helfen sollte.

Zuvor hatten polnische Medien berichtet, dass ein Blitz in ein grosses Metallkreuz auf dem Gipfel des Giewont gefahren sei. In dem nahegelegenen Wintersportzentrum Zakopane habe sich zu diesem Zeitpunkt eine grosse Touristengruppe aufgehalten.

Der örtliche Chef der Rettungskräfte im polnischen Teil der Tatra, Jan Krysztof, teilte mit, die Verletzten seien per Helikopter geborgen worden. Drei von ihnen seien auf die Intensivstation eingeliefert worden.

Durch Druckwelle in die Tiefe gestürzt

In der Slowakei wurden ebenfalls zwei Touristen, ein Mann und eine Frau, von einem Blitz getroffen. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, wie die Bergwacht mitteilte. Er sei aufgrund der Druckwelle mehrere Hundert Meter in die Tiefe gestürzt. Die Frau, die aus Tschechien stamme, sei am Bein verletzt worden. Sie wurde demnach mit einem Helikopter ins Tal geflogen und kam in eine Klinik.

Wenig später rückte die Bergwacht zu einem weiteren Einsatz wegen eines Blitzschlags aus. Ein slowakischer Wanderer sei kurzzeitig bewusstlos und gelähmt gewesen. Er wurde ebenfalls mit einem Rettungshelikopter ins Spital gebracht.

Der Wetterumschwung war den Medienberichten zufolge plötzlich gekommen, sodass das Gewitter zahlreiche Touristen im Tatra-Gebirge überraschte.

SDA/aru

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