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Trauerfamilie entdeckt falsche Leiche im Sarg

Kurz vor der Einäscherung wollte sich eine Familie in Österreich von ihrem 90-Jährigen Grossvater verabschieden. Dieser lag jedoch bereits unter der Erde.

Vor der Einäscherung: Sarg im Krematorium Nordheim in Zürich. (Symbolbild)
Vor der Einäscherung: Sarg im Krematorium Nordheim in Zürich. (Symbolbild)
Christian Beutler, Keystone

90-jähriger Grossvater in Österreich versehentlich schon drei Tage zuvor begraben. Der Sarg stand schon zur Einäscherung bereit, da bemerkte die Familie, dass nicht ihr 90-jähriger Grossvater, sondern ein anderer Leichnam darin lag. Diese Verwechslung ist einem Bestattungsunternehmen in Österreich passiert, wie die «Kleine Zeitung» am Dienstag berichtete.

Die Familie habe den 90-Jährigen noch ein letztes Mal sehen wollen, ehe der Leichnam ins Krematorium kommen sollte. Dabei entdeckten die Angehörigen, dass der Falsche im Sarg lag. Es handelte sich dem Bericht zufolge um einen 86-Jährigen aus St. Ruprecht in der Steiermark, der eigentlich bereits drei Tage zuvor hatte beerdigt werden sollen. An diesem Tag sei aber stattdessen der 90-Jährige aus Weiz zu Grabe getragen worden.

Leiche des 90-Jährigen exhumiert

Der Bestatter Andreas Adlmann gab gegenüber der «Kleinen Zeitung» zu, dass ein Mitarbeiter seines Unternehmens dem Fusszettel an der Leiche zu wenig Beachtung geschenkt hatte. Dadurch sei es zu der Verwechslung gekommen. «Es war ein menschlicher Fehler, der so nicht vorkommen darf», sagte Adlmann.

Nach der Entdeckung des Irrtums wurde die Leiche des 90-Jährigen exhumiert und nach Weiz gebracht. Die Leiche des 86-Jährigen wurde derweil im richtigen Grab in St. Ruprecht beigesetzt. Als Konsequenz aus der Verwechslung führte das Bestattungsinstitut die Regel ein, dass künftig zu jedem Todesfall ein Protokoll zu führen ist, das zwei Mitarbeiter unterschreiben müssen.

AFP/chi

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