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U-Bahn-Schläger sollen möglichst schnell vor Gericht

Die gute Beweislage ermögliche es, schon bald Anklage gegen die beiden Verdächtigen zu erheben, sagt die Berliner Staatsanwaltschaft. Zuvor hatte das Verhalten der Behörden starke Kritik ausgelöst.

Nach dem brutalen Überfall auf einen 29-Jährigen auf dem U-Bahnhof Friedrichstrasse am Osterwochenende will die Staatsanwaltschaft Berlin in etwa zwei bis drei Wochen Anklage gegen die beiden Tatverdächtigen erheben.

Das erlaube die gute Beweislage, sagte ein Behördensprecher. Die schnelle Anklageerhebung sei möglich, weil in dem Fall Geständnisse und Videoaufnahmen vorliegen. Der Sprecher bestritt einen Zusammenhang mit dem massiven öffentlichen Druck.

Täter durfte in Freiheit bleiben

Nach dem Überfall auf den Mann hatten sich die Tatverdächtigen gestellt und die Tat gestanden. Gegen den 18-jährigen mutmasslichen Haupttäter erging Haftbefehl, er kam aber unter Auflagen auf freien Fuss. Gegen ihn wird wegen versuchten Totschlags ermittelt. Der Gymnasiast gab an, betrunken gewesen zu sein. Er soll das Opfer verprügelt und bis zur Bewusstlosigkeit getreten haben. Eine Videoaufzeichnung des Übergriffs hatte die Polizei im Internet veröffentlicht.

Gegen den gleichaltrigen mutmasslichen Komplizen, der einen couragierten Helfer angegriffen und verletzt hatte, wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Dass die Täter trotz der brutalen Tat in Freiheit bleiben durften, hatte teils heftige Kritik ausgelöst.

dapd/bru

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