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Erste Leichenteile der Familie Troadec gefunden

Der Fall erschüttert Frankreich. Nun hat die Polizei in Nantes auf dem Bauernhof des mutmasslichen Täters erste Leichenteile der vierköpfigen Familie entdeckt.

Auf dem Grundstück des geständigen Täters wurden die Polizisten fündig. (8. März 2017)
Auf dem Grundstück des geständigen Täters wurden die Polizisten fündig. (8. März 2017)
Fred Tanneau, AFP

Nach der Ermordung einer vierköpfigen Familie in Frankreich hat die Polizei auf dem Bauernhof des mutmasslichen Täters erste Leichenteile gefunden. Bei Durchsuchungen auf dem Grundstück im bretonischen Pont-de-Buis-lès-Quimerch wurden Körperteile sowie Schmuck der ermordeten Familie Troadec entdeckt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der mutmassliche Mörder Hubert C. sei «kooperativ». Der Fall um die zunächst spurlos verschwundene Familie hatte in Frankreich Entsetzen ausgelöst.

C. hat gestanden, seinen Schwager, dessen Frau und die beiden Kinder des Paares mit einer Brechstange erschlagen zu haben. Hintergrund für die Bluttat ist offenbar ein alter Erbschaftsstreit um Goldstücke. Die Leichen seiner Opfer soll der Mann nach Angaben der Staatsanwaltschaft «zerstückelt, zum Teil verscharrt und zum Teil verbrannt» haben.

Am Mittwoch durchsuchten zahlreiche Polizisten C.s Bauernhof im Nordwesten Frankreichs. Der mutmassliche Mörder wurde am Morgen in einem Auto mit getönten Scheiben zu dem weiträumig abgeriegelten Bauernhof gebracht.

Die Suche nach den Leichenteilen auf dem rund 30 Hektar grossen Gelände gestaltete sich aber schwierig, wie der Leiter der Kriminalpolizei von Nantes, Jean-René Personnic, vor Ort sagte. Auf dem Gelände gibt es dichte Vegetation, der Boden ist teilweise sumpfig. Die Sucharbeiten sollten bis in die Nacht fortgesetzt und am Donnerstag wieder aufgenommen werden.

Das Ehepaar Pascal und Brigitte Troadec, der 21 Jahre alte Sohn Stéphane und die 18-jährige Tochter Charlotte waren Mitte Februar verschwunden. Im Haus der Familie nahe Nantes wurden Blutspuren entdeckt, was die Ermittler schnell ein Gewaltverbrechen befürchten liess. Tagelang rätselte Frankreich über das Schicksal der Familie. Schreckliche Gewissheit herrscht seit Montag: Der durch DNA-Spuren in Verdacht geratene C. – der Lebensgefährte der Schwester des ermordeten Familienvaters - gestand die Morde. Er wurde inzwischen formell des mehrfachen Mordes beschuldigt.

AFP/sep

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