«Unrealistisches» Körperbild – London verbietet Werbeplakat

Eine «Beach Body»-Werbung sorgt in Englands Hauptstadt für Ärger.

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«Ist dein Körper bereit für den Strand?», fragt das knallgelbe Werbeplakat von Protein World. Dazu posiert eine schlanke, durchtrainierte Frau im Bikini. Für Londons Bürgermeister Sadiq Khan ist klar: Diese Werbung vermittelt ein «ungesundes» und «unrealistisches Körperbild». Ab nächstem Monat sind die Plakate deshalb in den meisten öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt verboten. «Niemand soll in der Bahn oder im Bus mit unrealistischen Erwartungen rund um den eigenen Körper unter Druck gesetzt werden», sagte Khan. Er ist selbst Vater zweier Töchter im Teenageralter.

«No one's confidence or body image should be undermined by ads on our transport system»: Bürgermeister Sadiq Khan zieht die Schraube an.

Die Verkehrsfirma Transport for London soll nun mit den betroffenen Werbeagenturen zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die neuen Regeln eingehalten werden. Bürgermeister Khan will künftig jede Art von Werbung verhindern, «die Menschen – insbesondere Frauen – verletzt und sie dazu bringen könnte, sich für ihren Körper zu schämen».

Der seit knapp einem Monat amtierende Sadiq Khan machte mit dem Verbot eines seiner Wahlversprechen wahr.

378 Beschwerden gegen die «Beach-Body»-Werbung von Protein World waren allein im Jahr 2015 eingegangen. Eine Onlinepetition, die ein Verbot der Plakate forderte, wurde mehr als 70'000-mal unterschrieben.

Erstellt: 14.06.2016, 07:57 Uhr

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