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USA erklären Atomreaktor zum Denkmal

Aus dem Atomreaktor im amerikanischen Hanford stammte das Plutonium für die Nagasaki-Atombombe. Der Reaktor sei eine «Genieleistung».

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Die Regierung hat den Reaktor der Atomanlage von Hanford im US-Staat Washington zu einem nationalen historischen Denkmal (National Historic Landmark) erklärt.

«Der Bau des B-Reaktors war eine Genieleistung der Ingenieurskunst», sagte Lynn Scarlett vom Innenministerium in Washington. Historiker und ehemalige Beschäftigte der Rüstungsindustrie haben sich sechs Jahre lang bemüht, die Zerstörung der Anlage im Zuge der Entsorgung des nuklear verseuchten Geländes zu verhindern.

Teil eines geheimen Atomkrieg-Plans

Hanford und der Reaktor waren zentrale Elemente des geheimen Manhattan-Projekts für den Bau der Atombombe. Die Arbeiten zur Errichtung des Reaktors begannen am 7. Juni 1943. Später wurden in Hanford acht weitere Reaktoren zur Erzeugung von Plutonium gebaut. Die Bombe wurde am 16. Juli 1945 in der Wüste von New Mexico getestet und am 9. August auf Nagasaki abgeworfen. Der B-Reaktor wurde 1968 stillgelegt.

Bislang wurden in Hanford fünf Reaktoren abgebaut, ihr Kern wurde in einer Betonhülle versiegelt. Die Gesamtkosten für die Entsorgung des Geländes werden auf 50 Milliarden Dollar geschätzt. Die Nationalparkverwaltung muss nun entscheiden, ob der Reaktor nach Abschluss der Entsorgungsarbeiten für die Öffentlichkeit freigegeben werden soll.

(AP)

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