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USA rüsten sich für «Monstersturm»

Die USA bereiten sich auf den Sturm Sandy vor. Mehrere Bundesstaaten riefen den Notstand aus. Meteorologen befürchten, dass Sandy Milliardenschäden anrichten könnte.

Schutz vor dem Wind: Bürger von Cape May, New Jersey, verbarrikadieren ihre Häuser. (27. Oktober 2012)
Schutz vor dem Wind: Bürger von Cape May, New Jersey, verbarrikadieren ihre Häuser. (27. Oktober 2012)
AFP

Aus Furcht vor einem der schwersten Stürme seit Jahrzehnten haben mehrere Bundesstaaten an der US-Ostküste den Notstand ausgerufen. Nach dem desaströsen Zug über die Karibik hinweg entwickelte sich Sandy zu einer Bedrohung für New York und Washington.

Als eine Mischung aus Tropen- und Wintersturm könnte Sandy Experten zufolge dem östlichen Drittel der USA Starkregen und Schnee bringen. Mitten im Endspurt zur Präsidentenwahl drohen Überschwemmungen und weitreichende Stromausfälle.

Behörden warnen die Bevölkerung

Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, sich mit Lebensmittelvorräten, Trinkwasser und Batterien einzudecken. In der Karibik hatte Sandy zuvor mindestens 58 Menschen das Leben gekostet. Am schwersten betroffen war Haiti, dort stieg die Zahl der Opfer auf 44. Am Freitag waren lediglich 29 Tote gemeldet worden. Zwölf Menschen werden noch vermisst.

Der Sturm verlor zwar etwas an Kraft, dürfte sich laut den Prognosen der Meteorologen aber bei seinem weiteren Weg über den Atlantik hinweg wieder zu einem besonders schweren Hurrikan auswachsen. Sandy befand sich dem laut dem US-Hurrikan-Zentrum am Samstagmorgen (Ortszeit) rund 570 Kilometer südöstlich der Metropole Charleston in South Carolina.

«Monstersturm»

Im Verlauf des Wochenendes dürfte der Sturm an Fahrt aufnehmen, entlang der US-Küste nach Norden fegen, dann nach Westen abdrehen und bis spätestens Dienstag zwischen North Carolina und den Neu- England-Staaten die US-Küste erreichen. Die Sturmwarnung wegen Sandy in Florida wurde aber am Samstag bereits wieder aufgehoben.

Dennoch warnen viele Meteorologen, dass Sandy deutlich grössere Schäden anrichten könnte als «Irene» im vergangenen Jahr. Dieser Sturm hatte im Nordosten der USA bereits für Milliardenschäden gesorgt. Sandy kommt für die Tropensturm-Saison spät und weist gleichzeitig typische Eigenschaften eines Wintersturms auf.

Aus dieser Kombination, so fürchten Experten, könnte ein besonders schwerer Sturm mit katastrophalen Folgen entstehen. Wegen dieses Ausmasses und der zeitlichen Nähe zu Halloween am Mittwoch wird Sandy in den USA auch «Monstersturm» genannt.

New York wappnet sich

In New York erwogen die Behörden, den öffentlichen Nahverkehr einzustellen. Sie fürchten wegen starker Winde und Überschwemmungen zu hohe Risiken für den Bus- und U-Bahnbetrieb. Die New Yorker Börsen feilten an Notfallplänen, um den Handel aufrechterhalten zu können.

Wenige Tag vor der Wahl am 6. November geben viele Wähler bereits ihre Stimmen ab. Die Behörden bereiten sich darauf vor, auch im Falle von Stromausfällen diese vorzeitige Stimmabgabe weiter zu ermöglichen.

Im US-Bundesstaat Virginia wirkte sich Sandy bereits auf den Wahlkampf aus: Vizepräsident Joe Biden sowie Präsident Barack Obamas Herausforderer Mitt Romney sagten jeweils einen Auftritt in Virginia Beach ab.

SDA/ses

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