US-Anwälte verklagen Lufthansa-Flugschule

Die Hinterbliebenen der Opfer der Germanwings-Katastrophe wollen von der Fluggesellschaft in den USA Schadensersatz.

Flugschule hätte Lubitz nicht zulassen dürfen: Ein Mann und ein Frau gedenken den Absturzopfern. (24. März 2016).

Flugschule hätte Lubitz nicht zulassen dürfen: Ein Mann und ein Frau gedenken den Absturzopfern. (24. März 2016). Bild: Monika Skolimowska/Keystone

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Hinterbliebene von Opfern der Germanwings-Katastrophe haben eine Flugschule der Lufthansa im US-Bundesstaat Arizona verklagt, in der der Copilot Andreas Lubitz ausgebildet worden war. Wie die US-Anwaltskanzlei Kreindler & Kreindler heute mitteilte, stehen rund 80 Familien hinter der Sammelklage.

Lubitz hatte die Maschine am 24. März vergangenen Jahres an einem Berghang in den französischen Alpen zerschellen lassen und 149 Menschen mit sich in den Tod gerissen. Der 27-jährige hatte offenbar jahrelang unter Depressionen gelitten und deswegen auch Ärzte aufgesucht.

Höhere Entschädigung in den USA

Er hätte deshalb «niemals» zu der Flugschule zugelassen werden dürfen, wird in der jetzt eingereichten Sammelklage argumentiert. Hintergrund der Klage ist das Zerwürfnis, das die Frage der Entschädigungszahlungen zwischen der Lufthansa und vielen Angehörigen verursacht hat.

Die Hinterbliebenen haben der Fluggesellschaft vorgeworfen, nur 45'000 Euro für jedes Opfer zahlen zu wollen. Die Lufthansa spricht dagegen von durchschnittlich 100'000 Euro, in manchen Fällen noch deutlich mehr. In den USA erhalten Hinterbliebene in der Regel deutlich höhere Entschädigungen als in Deutschland. (nag/sda)

Erstellt: 13.04.2016, 19:38 Uhr

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