Vermisster nach 22 Jahren tot gefunden – dank Google Earth

Ein Amerikaner hat sich im Internet sein früheres Haus in Florida angeschaut und in einem See dahinter ein Auto entdeckt.

Der Moon Bay Circle in der Grand-Isles-Siedlung in Wellington in Florida. Im Wasser ist das Auto des seit 1997 Vermissten erkennbar. Bild: Google

Der Moon Bay Circle in der Grand-Isles-Siedlung in Wellington in Florida. Im Wasser ist das Auto des seit 1997 Vermissten erkennbar. Bild: Google

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Ein US-Amerikaner wollte sich einfach mal im Internet sein früheres Zuhause im Staat Florida anschauen - und half so unverhofft, die Leiche eines seit 22 Jahren vermissten Mannes zu finden.

Auf Satellitenaufnahmen des Internet-Diensts Google Earth hatte der ehemalige Einwohner von Grand Isles nahe Miami nämlich gesehen, dass sich in dem kleinen See hinter seinem einstigen Haus ein Auto zu befinden schien, wie das Sheriffbüro in Palm Beach County am Donnerstag mitteilte.

Daraufhin habe der Mann den jetzigen Bewohner des Hauses kontaktiert. Dieser habe mit seiner privaten Drohne Aufnahmen des Teiches gemacht und das Fahrzeug ebenfalls entdeckt. Die alarmierte Polizei barg schliesslich das stark verrottete Autowrack und fand im Innern menschliche Überreste.

Gerichtsmediziner hätten die Leichenteile identifiziert und dem seit 8. November 1997 vermissten Mann zugeschrieben, erklärte das Sheriffbüro weiter. Unklar blieb zunächst, unter welchen Umständen das Auto in den Teich geraten war.

In diesem Teich (rechts) wurde das Auto gefunden. Karte: Google

Mögliche Hintergründe dazu, was dem vermissten William Moldt 1997 zugestossen war, liefert das «Nationale System für Vermisste und Unidentifizierte Personen». Demzufolge ging Moldt im November 1997 in einen Nachtclub, wie US-Medien berichten. Als er diesen kurz vor Mitternacht alleine verliess, habe er nicht betrunken gewirkt. Modt habe im Club noch seine Freundin angerufen und ihr gesagt, er käme bald nach Hause.

Ein Anwohner, der in unmittelbarer Nähe des Teichs lebt, in dem das Auto knapp 22 Jahre lang lag, sagt, er habe nie etwas bemerkt. Das Auto habe man vom Ufer aus nicht sehen können.

(oli/sda)

Erstellt: 13.09.2019, 17:33 Uhr

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