Wer nicht mitfliegt, kriegt 10'000 Dollar

United Airlines scheint der Skandal eine Lehre gewesen zu sein. Sie will kundenfreundlicher werden und macht dafür gar Tausende Dollar locker.

Angriff auf das Überbuchungsproblem: Sitzreihen in der Economy-Klasse einer United-Airlines-Boeing 787-9. (26. Januar 2016)

Angriff auf das Überbuchungsproblem: Sitzreihen in der Economy-Klasse einer United-Airlines-Boeing 787-9. (26. Januar 2016) Bild: Ted S. Warren/Keystone

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Die heftig kritisierte US-Fluggesellschaft United Airlines hat Konsequenzen aus dem Skandal um einen rausgeworfenen Passagier angekündigt. Fluggäste, die auf überbuchten Flügen freiwillig auf ihren Sitz verzichten, sollen künftig eine Entschädigung von bis zu 10'000 Dollar erhalten, wie United-Chef Oscar Munoz am Donnerstag in Chicago sagte.

Zudem soll die Zahl an Überbuchungen gesenkt werden. Ziel sei es, eine bessere, kundenfreundlichere Airline zu werden, sagte Munoz. Jeder Kunde verdiene einen Service auf höchstem Niveau und müsse mit Würde und Respekt behandelt werden. Bei dem Vorfall vor gut zwei Wochen sei United diesem Anspruch nicht gerecht geworden.

Weil ein Flug überbucht war, warf United Airlines Passagiere aus dem Flugzeug. (Video: Tamedia)

Damals hatte das brutale Vorgehen gegen einen Passagier weltweit für Empörung gesorgt. Der Mann war gewaltsam aus der Kabine entfernt worden, weil das Flugzeug überbucht war. Videos von dem Vorfall zeigten, wie Sicherheitsleute den Mann über den Boden des Kabinengangs ziehen. Seinem Anwalt zufolge brach er sich die Nase, verlor zwei Zähne und erlitt eine Gehirnerschütterung. (sep/sda)

Erstellt: 27.04.2017, 11:40 Uhr

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