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Viel Lärm in den Hitzenächten

Die Schweiz hat eine der heissesten Nächte hinter sich. Mit der Zahl der Gartenpartys nehmen auch die Lärmklagen zu. Nur wo es an «gesundem Menschenverstand» mangelt, verteilt die St. Galler Polizei Bussen.

Das kühle Nass steht hoch im Kurs: Die Badi Bellerive in Lausanne ...
Das kühle Nass steht hoch im Kurs: Die Badi Bellerive in Lausanne ...
Laurent Gillieron, Keystone
... zieht an diesem Samstag viele Menschen an. (27. Juli 2013)
... zieht an diesem Samstag viele Menschen an. (27. Juli 2013)
Laurent Gillieron, Keystone
Erinnerungen an die Hitzewelle von 2003: Vor zehn Jahren mussten SBB-Mitarbeiter bei Rotkreuz mit Wasser die Bahngleise kühlen, weil sich die Schienen durch die Hitze ausgedehnt hatten. (3. August 2003)
Erinnerungen an die Hitzewelle von 2003: Vor zehn Jahren mussten SBB-Mitarbeiter bei Rotkreuz mit Wasser die Bahngleise kühlen, weil sich die Schienen durch die Hitze ausgedehnt hatten. (3. August 2003)
Keystone
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Die St. Galler Kantonspolizei hat sich in den vergangenen drei Wochen mit einer ungewöhnlich hohen Zahl an Lärmklagen beschäftigen müssen. Die Polizisten mussten nicht weniger als 97-mal ausrücken, sechsmal mehr als beispielsweise im Februar.

Schuld an der momentan hohen Zahl von Klagen ist laut Polizei das warme Wetter. Viele Personen würden die warme Zeit im Freien geniessen. Private Gartenpartys, laute Musik oder verschiedenste Lärmemissionen bei Festivitäten im öffentlichen oder privaten Raum führten jeweils ab 22 Uhr zu Anrufen bei der Polizei.

Seltene Bussen

Durch die ausrückenden Polizisten kann die Situation oftmals in Gesprächen geklärt werden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Eher selten müssten Personen gebüsst werden. Dies geschehe vor allem dann, wenn der Lärm besonders hoch sei und die Verursacher nicht mehr gesunden Menschenverstand walten lassen.

Eine Busse könne auch die Folge sein bei Uneinsichtigkeit oder übermässigem Alkoholkonsum der Beteiligten. Die Kantonspolizei stellt fest, dass die Lärmklagen in den vergangenen Jahren zugenommen haben. Die Toleranz und die Rücksichtnahme, welche das Zusammenleben auf immer engerem Raum fordert, seien rückläufig.

Über 30 Grad um Mitternacht

Die Schweiz hat eine der heissesten Nächte seit langem hinter sich: In einigen Gebieten betrug die Temperatur selbst um Mitternacht noch über 30 Grad. Verantwortlich dafür war der Föhn, der vor allem im Urner Reusstal und im St. Galler Rheintal kräftig einheizte.

Am heissesten war es gemäss Angaben von Meteonews von heute in Flüelen UR, wo um Mitternacht 32 Grad gemessen wurden. In Buchs SG und Rorschach SG wurden 31,3 Grad registriert und in Vaduz 31,1 Grad. In Meiringen BE zeigte das Thermometer in der Nacht 30,5 Grad an.

Eine weitere Tropennacht

Derartige Temperaturen um Mitternacht seien in der Schweiz sehr aussergewöhnlich und in diesem Fall nur dank Föhneinfluss möglich, schreibt Meteonews. Im Verlaufe der Nacht sanken die Temperaturen dann auch in den Föhntälern.

Dennoch erlebten grosse Gebiete der Schweiz eine Tropennacht. Der Tiefstwert während der Nacht wurde in Visp VS mit 24,4 Grad gemessen. In Lugano sank das Thermometer nicht unter 24,3 Grad, in Neuenburg nicht unter 23,8 Grad.

SDA/rbi/rub

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