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Vier hungrige Wölfe im Wallis

Im Wallis geht der Wolf um. Genauer gesagt sind es gleich vier Tiere. Das zeigt eine neue DNA-Analyse. Einzelne Schafbauern sind verzweifelt.

Drei Männchen und ein Weibchen: Vier Wölfe streifen zurzeit durchs Wallis.

Im Wallis haben Wölfe bereits über hundert Schafe gerissen. Und es könnten noch mehr werden. Vier Wölfe ziehen zurzeit durch den Kanton. Drei Männchen und ein Weibchen. Das haben neue DNA-Analysen der Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere ergeben.

Schafzüchter Daniel Kreuzer hat bereits 24 seiner Tiere verloren. Seit er die Schafe von der Alp in den Stall zurückgeholt hat, beobachtet der Bauer regelmässig einen Wolf, der um seinen Hof schleicht. Die Familie leide darunter: «Wir erwachen manchmal in der Nacht, das bringt uns nervlich an unsere Grenzen», sagt Kreuzer.

Wie ein «Massenmörder»

Am liebsten wäre es dem Schafzüchter, dass der «Problemwolf» abgeschossen würde. Die Brutalität, mit der das Tier seine Beute erlegt, setzt dem Bauer zu. «So ein Tier gehört weg», sagt Kreuzer. Die Familie könnte damit leben, wenn der Wolf ab und zu ein Schaf reissen würde, aber dieses Tier sei «ein Massenmörder».

Obwohl die Behörden die Sorgen der Schafbauern nachvollziehen können, darf der Wolf nicht zur Jagd freigegeben werden: «Aufgrund einer eidgenössischen Gesetzgebung ist die Anforderung für einen Abschuss nicht erfüllt», sagt Peter Schiebler, Dienstleiter Jagd Wallis.

Daniel Kreuzer hat bereits vorgesorgt und sich gleich vier ausgebildete Herdenschutzhunde zugelegt. Sie sollen die Schafe im Stall bewachen. «Ich möchte den Winter ohne Albträume überstehen», so der Schafzüchter.

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