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Von Stier durchbohrter Matador aus Intensivstation entlassen

Julio Aparicio, dem ein Stier im Ring den Kiefer durchbohrte, geht es besser – zumindest körperlich. Psychisch wird er wohl lange brauchen, um den Unfall zu verarbeiten.

Den Kiefer durchbohrt: Julio Aparicios am Freitag in der Arena.
Den Kiefer durchbohrt: Julio Aparicios am Freitag in der Arena.

Der vergangene Woche von einem Stier durchbohrte spanische Matador hat am Montag die Intensivstation verlassen. Julio Aparicio sei auf dem Weg der Genesung, teilte das behandelnde Krankenhaus in Madrid mit. Aparicio ist nach einem spektakulären Stier-Angriff in Madrid am Kiefer operiert worden.

Der 41-Jährige war während eines Stierkampfs am Freitag schwer verletzt worden: Der Stier durchbohrte mit einem Horn Aparicios Kiefer. Besonders schockierend an dem Anblick war, dass das Horn durch den Mund wieder austrat. Es sei «ernst» gewesen, sagte «Julitos» Vater Julio Aparicio. «Fast sein ganzer Mund wurde zerstört.» Aparicios Agent, der Franzose Simon Casas, äusserte sich in einem Telefonat aus Nîmes skeptisch, ob der Torero die Verletzungen seelisch überhaupt wegstecken kann. «Psychologisch wird das für ihn sehr hart.»

Mehrere Stunden lang operiert

Das Unglück ereignete sich am Freitagabend in der Stierkampf- Arena von Madrid. Nachdem Aparicio ausgerutscht war, konnte er dem auf ihn zurasenden Stier nicht mehr entkommen. Die Attacke war für Aparicio lebensgefährlich.

Den Chirurgen gelang es indes nach Angaben des Krankenhauses, die betroffenen Gewebe «wiederherzustellen». Er wurde von einem Ärzteteam in der Nacht mehrere Stunden lang operiert. Aparicio sei inzwischen wieder bei Bewusstsein und sein Kreislauf sei stabil, sagte ein Krankenhaussprecher.

Noch am Abend vor dem Unglück hatte Aparicio im südfranzösischen Nîmes die Zuschauer eines Stierkampfes in seinen Bann geschlagen. Der Vater von «Julito» Aparicio hatte in den 1950er Jahren als Torero für Furore gesorgt.

ddp/sda/oku

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