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Waldbrände bedrohen das Tessin

Im Centovalli lodern die Flammen. Ein Grenzübergang nach Italien musste vorübergehend geschlossen werden. Die Feuerwehr im Tessin steht bereit.

Flammen und Rauch: Der Waldbrand oberhalb des italienischen Ortes Malesco. (4. Februar 2016)
Flammen und Rauch: Der Waldbrand oberhalb des italienischen Ortes Malesco. (4. Februar 2016)
Facebook / Mauro Colnaghi
Der starke Wind facht das Feuer immer neu an und erschwert die Löscharbeiten.
Der starke Wind facht das Feuer immer neu an und erschwert die Löscharbeiten.
Facebook / Santa Maria Maggiore
Mit Helikoptern und Löschflugzeugen kämpfen die Einsatzkräfte gegen die Flammen.
Mit Helikoptern und Löschflugzeugen kämpfen die Einsatzkräfte gegen die Flammen.
Facebook / Santa Maria Maggiore
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Im italienischen Val Vigezzo ist in der Nacht auf Donnerstag ein Waldbrand ausgebrochen. Dies führte zu einer Schliessung der Grenze in Camedo TI. Die Löscharbeiten konnten bis am Donnerstagabend noch nicht beendet werden. Die Strasse in Richtung Centovalli blieb bis auf Weiteres gesperrt.

Der starke Wind fache das Feuer derzeit immer neu an und erschwere die Löscharbeiten, sagte eine Sprecherin der italienischen Gemeinde Re am Donnerstag auf Anfrage. Der Waldbrand war bereits am Mittwoch auf dem Gebiet der italienischen Gemeinden Villette und Re ausgebrochen. Zurzeit seien Canadair-Löschflugzeuge laufend im Einsatz um die Flammen zu bändigen.

Rauch weit sichtbar

Im Tessin brach am Donnerstagmorgen ebenfalls ein Waldbrand in der Nähe von Ascona TI aus, wie die Locarneser Feuerwehr mitteilte. Dieser habe jedoch nach einem anderthalbstündigen Einsatz wieder unter Kontrolle gebracht werden können. Schäden an Häusern oder Verletzte hat es laut der Feuerwehr durch den Waldbrand nicht gegeben.

Am Donnerstagnachmittag sei der Rauch des Waldbrands auf italienischer Seite bereits im weiten Teilen des Tessiner Centovalli sichtbar gewesen, sagte ein Sprecher der Locarneser Feuerwehr am auf Anfrage. Die Bergfeuerwehr von Melezza sei als Vorsichtsmassnahme in Bereitschaft gesetzt worden, habe allerdings noch nicht ausrücken müssen, da sich das Feuer ausschliesslich auf italienischer Seite befinde.

Umweg durch Waldbrand

Die italienische Strasse in Richtung Centovalli und Locarno war bereits am Donnerstagmorgen gesperrt - viele Grenzgänger mussten deshalb einen Umweg über die Uferstrasse am Lago Maggiore in Kauf nehmen. Wann die Strasse wieder eröffnet werde, sei noch unklar, sagte eine Sprecherin der Gemeinde Re.

Der Bahnverkehr sei durch den Brand allerdings nicht beeinträchtigt, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Reisende könnten weiterhin mit der Bahn von Locarno nach Domodossola gelangen. Die Centovalli-Bahn verbindet die Gotthard- mit der Simplonlinie.

Im Tessin besteht laut dem Naturgefahrenportal in weiten Teilen weiterhin eine erhebliche Waldbrandgefahr - die Waldbrandwarnstufe liegt deshalb aufgrund der langanhaltenden Trockenheit aktuell bei Stufe drei von fünf. Für das Wochenende sind allerdings wieder Niederschläge angekündigt.

SDA/dia

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