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Waren die Täter von Rupperswil schon am Vorabend im Haus?

Ein Opfer des Vierfachmordes machte am Tattag auf Nachbarn einen sonderbaren Eindruck. Die Täter könnten sich von einem Mord in den USA inspiriert haben lassen.

Die gefundenen DNA-Profile erzielten keine Treffer in den Datenbanken: Aargauer Ermittler und Staatsanwälte informierten in Schafisheim AG. (18. Februar 2016)
Die gefundenen DNA-Profile erzielten keine Treffer in den Datenbanken: Aargauer Ermittler und Staatsanwälte informierten in Schafisheim AG. (18. Februar 2016)
Alexandra Wey, Keystone
«Wir wollen nicht alles, was wir wissen, veröffentlichen»: Der leitende Staatsanwalt des Kantons Aargau, Philipp Umbricht, an der Medienkonferenz.
«Wir wollen nicht alles, was wir wissen, veröffentlichen»: Der leitende Staatsanwalt des Kantons Aargau, Philipp Umbricht, an der Medienkonferenz.
Alexandra Wey, Keystone
Spurensuche: Ein Polizist leuchtet mit einer Taschenlampe in einen Schacht. (21. Dezember 2015)
Spurensuche: Ein Polizist leuchtet mit einer Taschenlampe in einen Schacht. (21. Dezember 2015)
Keystone
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Offizielle Informationen zum Tathergang beim Vierfachmord in Rupperswil fehlen weiterhin. Jetzt äussern Nachbarn im «Blick» einen Verdacht: Die Täter könnten bereits am Abend vor der Tat in der Wohnung gewesen sein. Als Grund für die Vermutung führen Nachbarn das seltsame Verhalten des Opfers am Morgen vor dem Mord an.

Entgegen ihrer üblichen Gewohnheiten habe Carla S. die Türe nur einen Spalt geöffnet und sei ungeschminkt und wortkarg gewesen, als eine Freundin ihren Hund abholte, erzählen Nachbarn dem «Blick». Für die Täter wäre es angeblich leicht gewesen, in die Wohnung des Opfers einzudringen: Carla S. soll die Türe nie abgeschlossen haben, wenn sie beispielsweise Einkaufen ging.

Mord in den USA als Vorbild?

Bei den Morden könnte sich der oder die Täter an einem Fall aus den USA insprieren lassen haben, wie die «Aargauer Zeitung» schreibt. Im Bundesstaat Connecticut wurde im Jahr 2007 eine Familie auf ähnliche Weise getötet: Die Täter fesselten die Kinder und schickten die Mutter Geld holen. Danach töteten sie die Familie und zündeten das Haus an – nur der Vater konnte entkommen.

Gerichtspsychiater Josef Sachs hält es für möglich, dass die Täter den Fall in den USA kannten. Sie könnten sich zuvor im Internet informiert haben, wie man eine solche Tat begehe. Zum brutalen Vorgehen hält Sachs im Gespräch mit dem Fernsehsender Tele M1 fest: «Man übt Gewalt aus, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen und schaltet dabei die Gefühle komplett aus.» Die Täter von Connecticut konnten kurz nach der Tat gefasst werden.

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