Zum Hauptinhalt springen

Was geschah mit TWA-Flug 800?

230 Menschen starben, als 1996 ein Jumbo der TWA nach dem Start vor New York abstürzte. Ein Kurzschluss galt als offizielle Ursache für das Unglück. Ex-Ermittler wollen neue Beweise haben, die dagegensprechen.

230 Menschen starben am 17. Juli 1996: Eine Animation der CIA zeigt den Moment des Unglücks.
230 Menschen starben am 17. Juli 1996: Eine Animation der CIA zeigt den Moment des Unglücks.
Keystone
Vertuschte Beweise, nicht verhörte Zeugen? FBI-Agenten während der Rekonstruktionsphase des TWA-Jumbos in Calverton, New York. (November 1997)
Vertuschte Beweise, nicht verhörte Zeugen? FBI-Agenten während der Rekonstruktionsphase des TWA-Jumbos in Calverton, New York. (November 1997)
Keystone
Für die Toten des TWA-Flugs 800: Die Gedenkstätte in Shirley, New York.
Für die Toten des TWA-Flugs 800: Die Gedenkstätte in Shirley, New York.
AFP
1 / 6

Mit angeblich neuen Beweisen für einen Raketenabschuss wollen ehemalige Ermittler die Untersuchung eines Flugzeugabsturzes 1996 vor New York mit 230 Toten neu aufrollen. Eine Radaruntersuchung zeige, dass es eine starke Explosion am Rumpf gegeben habe.

Das spreche zusammen mit anderen Beweisen dafür, dass der Absturz durch einen Raketenabschuss und nicht – wie von der Behörde in einem Abschlussbericht als wahrscheinlich angegeben – durch einen Kurzschluss verursacht worden sei. Dies halten die sechs Ex-Ermittler nach Medienberichten in einem Bericht an die Bundesverkehrsbehörde fest.

Verschwundene Beweise

Ausserdem seien bei der damaligen Untersuchung mögliche Beweise für einen Raketenabschuss verschwunden oder verschleiert worden, sagen die Ex-Ermittler, die inzwischen alle pensioniert sind. Zudem seien Zeugen nicht gehört worden. Bereits nach dem Absturz hatten Augenzeugen von einem Lichtstreifen und einem anschliessenden Feuerball berichtet, so der Sender CNN.

Die zuständigen Behörden weisen die Vorwürfe der Ermittler zurück. Die Bundesverkehrsbehörde bestätigte den Eingang des Antrags, liess aber offen, ob sie die Untersuchung wirklich wieder aufrollen werde.

Berichte im Dokumentarfilm

Über ihre Erkenntnisse berichten die sechs Ex-Ermittler auch in dem Dokumentarfilm «Flight 800», der am 17. Juli beim US-Sender Epix gezeigt werden soll – auf den Tag genau 17 Jahre nachdem die Boeing 747 der US-Fluggesellschaft Trans World Airlines (TWA) elf Minuten nach dem Start vom New Yorker Kennedy-Flughafen ins Meer gestürzt war.

Angehörige von Toten des TWA-Fluges reagierten teilweise skeptisch auf die Neuigkeiten aus dem Dokumentarfilm. Joe Lyncher, der seine Frau und zwei Töchter beim Absturz verlor, sagt gegenüber CNN: «Ein Teil der Leute, die in dieser Gruppe aktiv sind, war die letzten 15 Jahre schon auf Internetseiten für Verschwörungstheorien aktiv.» In seinen Augen seien der Inhalt der Dokumentation und die Aussagen der Ex-Ermittler einfach ein Aufguss von Verschwörungstheorien.

SDA/kpn

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch