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Weiterer Teil von Triftgletscher abgebrochen

Die Gefahr in Saas-Grund ist gebannt: Der verbleibende instabile Teil hat sich vom Gletscher gelöst.

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Instabile Gletscherzunge: Der bedrohliche Teil des Triftgletschers oberhalb von Saas-Grund ist markiert.
Instabile Gletscherzunge: Der bedrohliche Teil des Triftgletschers oberhalb von Saas-Grund ist markiert.
Webcam Geopraevent
Die Seilbahn hat ihren Betrieb zwischenzeitlich eingestellt.
Die Seilbahn hat ihren Betrieb zwischenzeitlich eingestellt.
20 Minuten
Auch das Postauto bediente die Strecke im evakuierten Ortsteil nicht.
Auch das Postauto bediente die Strecke im evakuierten Ortsteil nicht.
20 Minuten
Die Feuerwehr hat die Absperrung in der Nacht überwacht.
Die Feuerwehr hat die Absperrung in der Nacht überwacht.
Am Sonntagmorgen ist die Strasse in den evakuierten Dorfteil wieder geöffnet worden.
Am Sonntagmorgen ist die Strasse in den evakuierten Dorfteil wieder geöffnet worden.
20 Minuten
Jede Bewegung unter Beobachtung: In der Nacht wurde in Saas-Grund die Strecke der Kreuzboden-Seilbahn beleuchtet, um allfällige Bewegungen zu sehen.
Jede Bewegung unter Beobachtung: In der Nacht wurde in Saas-Grund die Strecke der Kreuzboden-Seilbahn beleuchtet, um allfällige Bewegungen zu sehen.
20Minuten
Feuerwehrleute haben die ganze Nacht die Absperrungen überwacht. Das Messsystem am Berg würde Alarm schlagen, sollte eine Eislawine unterwegs sein ins Tal.
Feuerwehrleute haben die ganze Nacht die Absperrungen überwacht. Das Messsystem am Berg würde Alarm schlagen, sollte eine Eislawine unterwegs sein ins Tal.
20Minuten
Eislawine befürchtet: Am Triftgletscher droht ein Abbruch.
Eislawine befürchtet: Am Triftgletscher droht ein Abbruch.
Keystone
Konkret könnten über 100'000 Kubikmeter ins Tal niedergehen, so Glaziologe und ETH-Professor Martin Funk.
Konkret könnten über 100'000 Kubikmeter ins Tal niedergehen, so Glaziologe und ETH-Professor Martin Funk.
zvg
Neben der Evakuierung eines Teils von Saas-Grund VS sperrten die Gemeindebehörden das Gebiet Triftgletscher und darunterliegende Gebiete. Dort ist das Betreten für Menschen und Nutztiere verboten.
Neben der Evakuierung eines Teils von Saas-Grund VS sperrten die Gemeindebehörden das Gebiet Triftgletscher und darunterliegende Gebiete. Dort ist das Betreten für Menschen und Nutztiere verboten.
Facebook/Saas-Grund
Namentlich die Normalroute zum oder vom rund 4000 Meter hohen Weissmies sowie der Höhenwanderweg Kreuzboden–Almagelleralp sind gesperrt.
Namentlich die Normalroute zum oder vom rund 4000 Meter hohen Weissmies sowie der Höhenwanderweg Kreuzboden–Almagelleralp sind gesperrt.
Facebook/Saas-Grund
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Am Triftgletscher oberhalb von Saas-Grund VS ist in der Nacht auf Montag das letzte instabile Stück Eis abgebrochen. Der Gletscher stellt damit keine Gefahr mehr dar. Die Überwachung wurde aufgehoben.

Der Triftgletscher werde in den nächsten Jahren keine Probleme mehr machen, sagte Pascal Stoebener, Chef der Sektion Naturgefahren beim Kanton Wallis, am Montag zur Nachrichtenagentur SDA. Das letzte Drittel des abrutschenden Materials sei in der Nacht auf Montag heruntergekommen, ohne dass es Schäden gegeben habe.

Ein Bild einer Webcam zeigt die abgebrochene Gletscherzunge. (Quelle: Geopraevent)
Ein Bild einer Webcam zeigt die abgebrochene Gletscherzunge. (Quelle: Geopraevent)

Die Radarüberwachung habe aufgehoben werden können, ein Teil der Kameras bleibe aber zur weiteren Beobachtung an Ort und Stelle. In Zukunft werde der Triftgletscher auf die gleiche Art überwacht werden wie die übrigen 80 Walliser Gletscher, die eine potenzielle Gefahr darstellten, aber nicht kritisch seien, erklärte Stoebener.

Radaranlage überwachte Gletscher

Der Triftgletscher war laufend überwacht worden. Nachdem es Anzeichen für einen Abbruch gegeben hatte, hatten Spezialisten der ETH Zürich (ETHZ) letzte Woche eine Radaranlage installiert. Diese zeigte verstärkte Bewegungen an der Gletscherzunge an.

Aufgrund dieser Beobachtungen hatten die Behörden am letzten Samstag entschieden, die rund 220 in der Gefahrenzone von Saas-Grund lebenden Personen zu evakuieren. Die Bergbahnen wurden geschlossen und die Wanderwege gesperrt.

Am Sonntagmorgen brachen dann zwei Drittel der instabilen Gletschermasse in mehreren Etappen ab und blieben auf dem Gletscher liegen. Das bewohnte Gebiet blieb verschont. Die Evakuierten konnten bereits am Sonntag wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Bisgletscher könnte der nächste sein

In der Schweiz gibt es zurzeit zwei Gletscher, die verstärkt überwacht werden, wie Martin Funk, Glaziologe an der ETHZ, am Sonntag dem Schweizer Fernsehen sagte.

Neben dem Triftgletscher ist dies der Bisgletscher oberhalb Randa VS im Mattertal. Ein Abbruch könnte auch hier potenziell bis zum Dorf hinunter kommen.

(SDA)

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