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Wenn das Wetter verrückt spielt

Tornados treten in der Schweiz nur selten auf. Dennoch gelang es am Sonntag Leserreportern, einen Wirbelsturm und andere Wetterphänomene festzuhalten.

Eindrücklicher Schnappschuss: Regenbogen über Zürich-Wollishofen.
Eindrücklicher Schnappschuss: Regenbogen über Zürich-Wollishofen.
mf, Leserreporter
Grelle Farben vor düsteren Hintergrund.
Grelle Farben vor düsteren Hintergrund.
mf, Leserreporter
Rutschgefahr: Automobilisten bei winterlicher Witterung ueber den Wolfgangpass Richtung Klosters.
Rutschgefahr: Automobilisten bei winterlicher Witterung ueber den Wolfgangpass Richtung Klosters.
Keystone
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Heute Vormittag entwickelte sich im Zugerland ein Tornado. Der Wirbelsturm konnte um 10.30 Uhr zwischen Zug und Cham beobachtet werden. Er vermochte sich allerdings kaum eine Minute halten, wie SF Meteo berichtete. «Nach etwa zwei Minuten war das Schauspiel wieder vorbei», berichtet ein Augenzeuge gegenüber Redaktion Tamedia.

Der Tornado entstand im Einzugsbereich der Höhenkaltluft. Während am Boden Südwestwind feuchte und mässig kühle Luft zur Zentralschweiz brachte, drehte der Wind in der Höhe auf Nordwest. Er brachte deutlich kältere Luftmassen, und mit der Winddrehung erhielt der Tornado seine Energie.

Etwa fünf Tornados jährlich

In der Schweiz treten pro Jahr einer bis fünf Tornados auf, am häufigsten im Spätsommer über dem Jura oder an den Jurarandseen. Die verheerendsten Tornados in der Schweiz fanden 1890 und 1971 im Vallée de Joux und im Juni 1926 in La Chaux-de-Fonds statt.

Auch sonst spielte das Wetter an Sonntag verrückt. Kaum ein Wetterphänomen, das heute nicht vorgekommen wäre. In den höheren Regionen und hinunter bis auf 1000 Meter meldete sich der Winter zurück. Im Flachland kam es zu mehreren Blitzeinschlägen. Beispielsweise im thurgauischen Sirnach, als während des 2.- Liga-Fussballspiels zwischen dem FC Sirnach und dem FC Weesen ein Blitz acht Spieler zu Boden schleuderte.

Zwischen Hagel, Blitz und Donner schien auch immer wieder die Sonne durch. Es kam zu freundlichen Abschnitten, die etwas über den Temperatursturz am heutigen Tag hinwegtrösteten. Im Süden putzte gar böiger Nordwind die Wolken weg und trieb das Thermometer bis auf 20 Grad. Aber auch im Norden werden die nächsten Tage rasch wieder schöner und wärmer.

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