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Wie die Wettmafia im Schweizer Fussball grosse Kasse machte

Auch das Bundesstrafgericht in Bellinzona befasste sich 2009 mit dem Wettskandal. Die Anklageschrift zeigt die Funktionsweise der Wettmafia.

Der frühere Gossau-Spieler Marc Lütolf (rechts) war an der Manipulation von Spielen beteiligt, etwa bei einer 0:7-Niederlage seiner Mannschaft gegen Lugano im September 2009. Sein Strafverfahren wurde bereits mit einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagen à 100 Franken erledigt.
Der frühere Gossau-Spieler Marc Lütolf (rechts) war an der Manipulation von Spielen beteiligt, etwa bei einer 0:7-Niederlage seiner Mannschaft gegen Lugano im September 2009. Sein Strafverfahren wurde bereits mit einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagen à 100 Franken erledigt.
Keystone
Darko Damjanovic war zunächst Goalie des FC Gossau. Gemäss Anklageschrift soll er dann im Auftrag der Wettmafia, Teamkollegen für die Schiebung von Spielen rekrutiert haben. Damjanovic, der die Vorwürfe bestreitet, muss sich vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona verantworten.
Darko Damjanovic war zunächst Goalie des FC Gossau. Gemäss Anklageschrift soll er dann im Auftrag der Wettmafia, Teamkollegen für die Schiebung von Spielen rekrutiert haben. Damjanovic, der die Vorwürfe bestreitet, muss sich vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona verantworten.
Keystone
Der andere Kopf der im Herbst 2009 aufgeflogenen Wettmafia war Ante Sapina, der beim Bochumer Prozess ebenfalls zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt wurde. Der Deutsch-Kroate ist ein Wiederholungstäter. Sapina hatte bereits beim Wettskandal von 2005 um Bundesliga-Schiedsrichter Robert Hoyzer eine zentrale Rolle gespielt.
Der andere Kopf der im Herbst 2009 aufgeflogenen Wettmafia war Ante Sapina, der beim Bochumer Prozess ebenfalls zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt wurde. Der Deutsch-Kroate ist ein Wiederholungstäter. Sapina hatte bereits beim Wettskandal von 2005 um Bundesliga-Schiedsrichter Robert Hoyzer eine zentrale Rolle gespielt.
Keystone
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Ante Sapina und Marijo Cvrtak waren Paten der Wettmafia, die im Frühjahr 2008 begann, Fussballspiele der europäischen Ligen zu manipulieren. Dabei stützten sie sich auf ein weitverzweigtes Netz von Mittelsmännern, die für ihre Betrügereien Spieler bestochen hatten. Ins Visier der Wettmafia gerieten auch Spiele der Schweizer Challenge League. In den Saisons 2008/2009 und 2009/2010 soll es bei 22 Meisterschaftsspielen sowie sechs Testpartien zu Manipulationen von Matchergebnissen gekommen sein. Die Wettpaten aus Deutschland konnten in der Schweiz auf zwei Statthalter zählen – in Gossau und in Thun.

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