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Wintereinbruch im Tessin löst Verkehrschaos aus

Im Südtessin sind heute bis zu 15 Zentimeter Schnee gefallen. Grosse Probleme auf Schiene und Strasse gab es vor allem zwischen Chiasso und Mendrisio.

Prekäre Strassenverhältnisse: Unfall in Cadenazzo am Fuss des Monte Ceneri.
Prekäre Strassenverhältnisse: Unfall in Cadenazzo am Fuss des Monte Ceneri.
Keystone

Eine Woche nach dem Wintereinbruch im Norden haben am Freitag auch das Tessin und Südbünden ein weisses Kleid erhalten. Die Verkehrsverhältnisse waren zum Teil chaotisch. Für den Schwerverkehr ging am Nachmittag auf den Haupttransitachsen gar nichts mehr.

Im Flachland auf der Alpensüdseite fielen zehn bis 15 Zentimeter Schnee, wie MeteoSchweiz auf Anfrage bekannt gab. In höheren lagen war die weisse Decke bis zu 25 Zentimeter dick. Grosse Probleme auf Schiene und Strasse gab es am Vormittag vor allem im Südtessin zwischen Chiasso und Mendrisio, wie SBB und Tessiner Kantonspolizei erklärten. In Lugano brach der Strassenverkehr vorübergehend ganz zusammen, vor allem wegen nicht wintertauglich ausgerüsteter Fahrzeuge. Unfälle mit Verletzten wurden aber nicht gemeldet.

Schwierige Situation auf Transitachsen

Die Situation spitzte sich am Nachmittag auf den Transitachsen durch Gotthard und San Bernardino zu. Die Urner Verkehrspolizei verhängte die Phase Rot für den Schwerverkehr. Lastwagen wurden damit schon an den Grenzen in Basel und Chiasso bei der Einreise in der Schweiz gestoppt. Gleichzeitig wurden die Warteräume an den Transitrouten aufgefüllt, wie es im Bundesamt für Strassen hiess. Auf der A2 in der Leventina stauten sich die Lastwagen zwischen Biasca und Airolo. Auch der Personenverkehr wurde stark behindert. Eine Weiterfahrt für den Schwerverkehr auf den Transitachsen war frühestens am Samstagmorgen um 05.00 Uhr möglich. Die Meteorologen erwarteten allerdings für Samstag neue Schneefälle.

Glück im Unglück hatte der 41-jährige Lenker eines Personenwagens, der am Nachmittag bei Wädenswil (ZH) auf der A3 in Richtung Chur unterwegs war. Auf dem Dach eines vor ihm fahrenden Lastwagens löste sich eine Eisplatte und durchschlug die Frontscheibe des Personenwagens. Der Lenker blieb unverletzt, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte.

Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos warnte vor einer erheblichen Lawinengefahr am nördlichen Alpenkamm, am Alpenhauptkamm, im Champex, im nördlichen Tessin und im Oberengadin. In allen Gebieten könnten Einzelpersonen Schneebrettlawinen auslösen. Am Sonntag könnte die Lawinengefahr gebietsweise weiter steigen. Dann wird zudem starker bis stürmischer Südwind erwartet.

AP/vin

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