Drei Tote bei Frontalkollision im Aargau

Der Wintereinbruch führte zu teils prekären Verhältnissen auf den Strassen. Bei Asp AG sind bei einem Unfall drei Personen ums Leben gekommen.

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In der Nacht auf Donnerstag fiel in den Bergen bis zu 35 Zentimeter Neuschnee. Auch im Flachland schneite es bis zu 5 Zentimeter. Das führte zu teils prekären Verhältnissen auf den Strassen.

Der starke Schneefall hatte bereits am Mittwochabend auf den Strassen im Kanton Aargau zu mehreren Unfällen geführt. Über die Staffelegg bei Asp AG kamen bei einer Frontalkollision drei Personen ums Leben.

Der Unfall ereignete sich gemäss Polizeiangaben gegen 21 Uhr auf der leicht schneebedeckten Strasse im Bereich des Ortsteils Asp. Das Auto kam talwärts fahrend auf dem steilen Strassenabschnitt ins Schleudern und prallte in ein entgegenkommendes Fahrzeug.

Blechschäden und Verletzte

Die übrigen Unfälle liefen gemäss Polizeiangaben glimpflich ab. Auf dem Kaistenberg im Fricktal kam ein Auto schleudernd von der Strasse ab und überschlug sich die Böschung hinunter. Der Lenker wurde leicht verletzt. Am Auto entstand Totalschaden.

Auf der verschneiten Strasse über den Böhler bei Schöftland stiessen zwei Autos frontal zusammen. Die beiden Lenker wurden leicht verletzt ins Spital gebracht. An beiden Autos entstand Totalschaden.

Bis gegen 20 Uhr verzeichnete die Aargauer Kantonspolizei vier weitere witterungsbedingte Verkehrsunfälle. Dabei kam es nur zu Blechschäden.

Im Kanton St. Gallen geriet bei Rüthi auf der A13 ein Richtung Chur fahrender Sattelschlepper ins Schleudern. Das Fahrzeug wurde zwischen den Leitplanken eingeklemmt und musste von der Feuerwehr Oberriet geborgen werden. Es entstand ein Sachschaden von mehr als 20'000 Franken, teilte die Kantonspolizei St. Gallen mit. Die Autobahn blieb am Mittwochabend rund zwei Stunden gesperrt.

Unfälle und Verkehrsbehinderungen in der Zentralschweiz

Im Kanton Luzern kam es wegen den winterlichen Strassenverhältnissen gleich zu mehreren Verkehrsunfällen, wie die Luzerner Polizei schrieb. Zwei Person mussten mit leichten Verletzungen in ein Spital gebracht werden. Es entstand Sachschaden in der Höhe von über 50'000 Franken.

Auch im Kanton Schwyz kam es zu mehreren Unfällen. Verletzt wurde niemand. Zudem blieben mehrere weitere Fahrzeuge auf schneebedeckten Strassen stecken und sorgten für Verkehrsbehinderungen.

Wie die Schwyzer Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte, gingen bei ihr am Mittwochabend zwischen 18 und 22 Uhr Meldungen zu sechs Unfällen mit Blechschäden ein. Im Hauptort Schwyz prallte ein 22-jähriger Autofahrer mit seinem Wagen bei einer Verzweigung in eine Hausfassade.

Im Kanton Glarus verunfallte am Mittwochabend auf der Autobahn A3 ein Personenwagen, als er auf der Überholspur in Fahrtrichtung Chur unterwegs war. Kurz vor der Ausfahrt Bilten geriet der 53-jährige Fahrer auf der mit Schneematsch bedeckten Fahrbahn mit seinem Auto ins Schleudern und kollidierte mit der rechten Leitplanke. Beim Unfall wurde niemand verletzt. Am Fahrzeug entstand Sachschaden.

Bis zu minus 25 Grad

Im Laufe des Donnerstag wird sich das Wetter allerdings beruhigen. Im Flachland gibt es nur wenige Flocken. Hinter der Störung der vergangenen Nacht fliesst nun aus Norden immer kältere Luft polaren Ursprungs in den Alpenraum, es bleibt bitterkalt. «Es wird tagsüber nicht wärmer, sondern kälter. Im Flachland bewegen sich die Werte heute Nachmittag zwischen minus 4 und 0 Grad», sagte Klaus Marquardt, Meteorologe bei Meteonews.

Besonders deutlich ist der Temperaturrückgang auf den Bergen. Auf 2000 Metern gab es am Donnerstagmorgen minus 10 Grad, am Abend sind es nur noch minus 16 Grad. Auch am Freitagmorgen liegen die Frühwerte im Flachland verbreitet im Bereich von minus 10 Grad, in den höheren Alpentälern, wie dem Oberengadin dürfte das Thermometer auf bis zu minus 25 Grad fallen.

Erhöhte Lawinengefahr

Der Freitag zeigt sich dann von der Kälte abgesehen von seiner Traumseite. «Ein ausgedehntes Hoch vom Atlantik bis Russland hat uns fest im Griff. Abgesehen von ein paar Hochnebelfetzen zeigt sich die Sonne am strahlend blauen Himmel», so Marquardt. Allerdings muss man mit Dauerfrost und eisigen Temperaturen rechnen.

In der Nacht zum Samstag ist der Himmel oft sternenklar, die Tiefstwerte des Freitags werden am folgenden Morgen oft noch einmal unterschritten. Auch tagsüber bleibt es eisig kalt, von positiven Temperaturen sind wir auf der Alpennordseite weit entfernt.

Auf den Bergen lockt morgen neben dem Neuschnee auch strahlender Sonnenschein. Doch der Meteorologe warnt: «Der Wind ist der Baumeister der Lawinen, diesen Satz sollten sich Wintersportler heute und vor allem morgen vor Augen halten. Die Lawinengefahr ist erheblich».

(bee/sda)

Erstellt: 05.01.2017, 11:19 Uhr

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