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Wirtepaar von der Aussenwelt abgeschnitten

Die Walsersiedlung Sankt Martin ist eingeschneit. André und Anne Riehle sind vorerst auf sich allein gestellt.

Im Tal eingeschlossen: André und Anne Riehle mit ihrem Hund in der historischen Walsersiedlung Sankt Martin. (19. April 2017)
Im Tal eingeschlossen: André und Anne Riehle mit ihrem Hund in der historischen Walsersiedlung Sankt Martin. (19. April 2017)
Anne & André Riehle
Es ist ihre erste Saison als Wirtepaar im Calfeisental.
Es ist ihre erste Saison als Wirtepaar im Calfeisental.
Anne & André Riehle
Zum Vergleich: So sieht die Siedlung ohne Schnee aus.
Zum Vergleich: So sieht die Siedlung ohne Schnee aus.
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Es gibt «kein Raus- und Reinkommen hier ins Dorf», sagt André Riehle. Seit drei Tagen sitzt der 43-Jährige mit seiner Frau Anne allein in der historischen Walsersiedlung Sankt Martin im Kanton St. Gallen fest. Wegen Lawinengefahr sei die Benutzung der Strasse zu gefährlich. Riehle mass die letzten zwei Nächte 50 Zentimeter Neuschnee.

Für die nächsten Tage ist das Paar noch versorgt. Immerhin funktioniert die Heizung und auch das Telefon tut seinen Dienst. «Der Vorrat reicht bis zum Wochenende», so Riehle.

Strasse frühestens Dienstag wieder befahrbar

Dann hofft er das Tal zu Fuss verlassen zu können. «Frühmorgens, wenn alles noch gefroren ist, sollte dies unter Umständen möglich sein.» Die Strasse werde hingegen frühestens am Dienstag geräumt.

Auf Facebook hält Riehle die Aussenwelt auf dem Laufenden. Heute stand eine Wanderung zu einer Quelle samt Turbine auf dem Programm:

Eigentlich wären die Vorbereitungen für die Saisoneröffnung in vollem Gang. 15 Mitarbeiter sollten demnächst anreisen, um das Hotel und das Restaurant des beliebten Ausflugsziels in Schuss zu bringen. «Am 1. Mai wollten wir öffnen.»

Erste Saison

Doch der Zeitplan wird durch den erneuten Wintereinbruch knapp. Immerhin lassen sich einige Arbeiten auch bei Schnee erledigen: «Putzen und Zimmer vorbereiten, können wir auch so.»

Das Paar hat das Restaurant und Hotel im Calfeisental erst kürzlich zusammen mit vier Investoren gekauft. «Es ist unsere erste Saison hier als Wirtepaar», so Riehle. Eine Erfahrung, die die beiden wohl nicht so schnell vergessen werden.

Bildstrecke – die Aufnahmen der Leser:

Die Situation für die Reben sei katastrophal, sagte der Verband der Walliser Weinbauern: Um die Reben zu schützen, wurden sie mit Wasser bespritzt, damit sich eine Eisschicht bilden konnte.
Die Situation für die Reben sei katastrophal, sagte der Verband der Walliser Weinbauern: Um die Reben zu schützen, wurden sie mit Wasser bespritzt, damit sich eine Eisschicht bilden konnte.
Jean-Christophe Bott
In der ersten frostigen Nacht vom 18. auf den 19. April 2017 suchte der Frost vor allem die Reben im Tal und an den unteren Hängen zwischen Sitten und Martigny heim. (20. April 2017)
In der ersten frostigen Nacht vom 18. auf den 19. April 2017 suchte der Frost vor allem die Reben im Tal und an den unteren Hängen zwischen Sitten und Martigny heim. (20. April 2017)
Valentin Flauraud, Keystone
Der Schnee hats bis ins Zürcher Unterland geschafft, genauer nach Bülach.
Der Schnee hats bis ins Zürcher Unterland geschafft, genauer nach Bülach.
Leser-Reporter 20 Minuten
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