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So hat die Welt Silvester gefeiert

In vielen Regionen der Welt hat man den Jahreswechsel festlich begangen. Überschattet wurden die Feierlichkeiten von einem Terroranschlag in Istanbul.

Das neue Jahr ist da: Leuchtreklame am Times Square in New York. (1. Januar 2017)
Das neue Jahr ist da: Leuchtreklame am Times Square in New York. (1. Januar 2017)
Alba Vigaray/EPA, Keystone
Eine Frau freut sich über die vom Himmel fallenden Konfetti.
Eine Frau freut sich über die vom Himmel fallenden Konfetti.
Julio Cortez/AP, Keystone
Vom Sky Tower im neuseeländischen Auckland schossen Raketen in alle Richtungen.
Vom Sky Tower im neuseeländischen Auckland schossen Raketen in alle Richtungen.
Dave Rowland/Getty Images
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Riesenfeuerwerk in Sydney, Lichter-Stern über Auckland, Silvester in Fernost: Menschen in aller Welt haben dem Jahr 2017 entgegengefiebert. Vielerorts spiegelten die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel auch einen Abschied von einem Jahr wider, das von politischen Überraschungen, anhaltenden Konflikten und dem Tod etlicher Prominenter geprägt war. Europäische Metropolen wie London, Paris und Berlin rüsteten sich mit starken Sicherheitsvorkehrungen. In der türkischen Metropole wurde ein Terroranschlag verübt.

Ein Überblick über Eindrücke zum Jahreswechsel in aller Welt

Türkei: 39 Menschen kamen bei einem Angriff um 01.45 Uhr (1.45 MEZ) auf einen Nachtclub in Istanbul ums Leben. 40 weitere seien verletzt worden, teilte Gouverneur Vasip Sahin am Sonntag mit. Er verurteilte die Tat als Terrorattacke. Zuvor waren die Sicherheitsvorkehrungen deutlich erhöht worden, um gerade solche Attacken zu vermeiden – 17000 Polizisten waren nach offiziellen Angaben im Einsatz.

USA/New York: Rund eine Million Menschen kamen am Times Square zusammen, um die legendäre «Ball-Drop»-Zeremonie anzuschauen. Zuvor hatten sie stundenlang bei kalten Temperaturen und starkem Wind ausgeharrt, um unter anderem das musikalische Highlight des Abends, einen Auftritt der Sängerin Mariah Carey, zu bestaunen. Als Sicherheitsmassnahme waren 20 Tonnen schwere Lastwagen, jeweils gefüllt mit 15 Tonnen Sand, auf den Strassen rundherum aufgestellt worden. Sie dienten als Blockaden für mögliche Terrorangriffe wie in Berlin oder Nizza.

USA/Las Vegas:: Mehr als 300'000 Besucher wurden zu einem extravaganten Neujahrsfest in Las Vegas erwartet. Die Nachtclubs zogen zuvor alle Register, um Gäste anzulocken: Unter anderen sollten Calvin Harris, Kendrick Lamar, Drake und Bruno Mars in der Glücksspielmetropole auftreten. Prominente Köche liessen sich exquisite Menüs mit Kaviar und anderen Besonderheiten einfallen, um das neue Jahr gebührend zu empfangen. Punkt Mitternacht erwartete die Las-Vegas-Besucher ein achtminütiges Feuerwerk, wobei Raketen von einem halben Dutzend Kasinos in die Höhe steigen sollten.

Brasilien: Mehr als zwei Millionen Menschen hiessen das neue Jahr an der Copacabana willkommen. Darunter waren auch mehr als 860'000 Touristen, die für die Party inklusive zwölf Minuten langem Feuerwerk extra in die Metropole gereist waren. Begleitet wurden die Festlichkeiten wie jedes Jahr von Tänzern und Tänzerinnen verschiedener Samba-Schulen.

Deutschland: In Berlin schien die Stimmung am Brandenburger Tor oftmals eher ernüchtert statt festlich zu sein. In Gesprächen mit der Nachrichtenagentur AP berichteten viele Silvester-Partygänger, sich angesichts des Brexit, der Flüchtlingskrise oder der Wahl des künftigen US-Präsidenten Trump Sorgen darüber zu machen, wie sich die Welt im Jahr 2017 entwickeln wird. Die Polizei teilte mit, während der Silvesterfeierlichkeiten einen Mann festgenommen zu haben, der «Bombe, Bome, Bombe» rief.

Frankreich: Trotz frostigen Temperaturen versammelten sich Einheimische und Touristen auf der erleuchteten Champs Élysées von Paris, um die vom Triumphbogen ausgehende Lasershow zu betrachten.

China: Stunden zuvor wurde in Peking und Shanghai, den beiden grössten Städten Chinas, vor allem eines gross geschrieben: die Sicherheit. An Shanghais Uferpromenade Bund sollte es nach Ankündigung der Behörden keine Feiern geben, während der Verkauf und Gebrauch von Feuerwerkskörpern im Zentrum der Millionenstadt gänzlich verboten war. Die Metropole steht noch immer unter dem Eindruck der Massenpanik, die vor zwei Jahren an der Promenade mehr als 30 Menschen das Leben kostete.

Die Polizei von Peking hatte erklärt, dass Countdowns, Lichtershows, Lotterien und andere organisierte Aktivitäten nicht in beliebten Einkaufsvierteln abgehalten werden. Einwohner sollten grosse Menschenmassen meiden.

Japan: Um Mitternacht erklangen in Japan die Tempelglocken, während Feiernde in Scharen zu den Schreinen strömen. Für die Japaner ist der Jahresbeginn der grösste Feiertag überhaupt.

Südkorea: Neujahr stand in Südkorea diesmal im Zeichen des Protests. Hunderttausende Demonstranten forderten wie in den vergangenen Wochen den Rücktritt der in Ungnade gefallenen Präsidentin Park Geun Hye. Es ist das neunte Wochenende in Folge, an dem die Südkoreaner wegen eines Skandals um eine enge Vertraute von Park auf die Strasse gehen.

«2016 sind so viele unglaubliche Dinge passiert. Es fühlt sich nicht real an, eher wie in einem Film», sagt der Demonstrant Lee Huymi über den Skandal. «Ich hoffe deshalb, dass 2017 ein filmreifes Ende in dieses Durcheinander bringt.»

Australien: Sydney zollte einer Reihe verstorbener Stars Tribut. Das weltberühmte Feuerwerk im Hafen der australischen Metropole ehrte den Sänger David Bowie und den Schauspieler Gene Wilder. Die Darbietung bestand unter anderem aus Sternenformen, die vom Bowie-Song «Space Oddity» begleitet wurden. Der Brite Bowie hatte in den 80er und 90er Jahren gut zehn Jahre lang in Sydney gelebt.

Rund 1,5 Millionen Menschen wurden zu dem mitternächtlichen Spektakel erwartet, bei dem sieben Tonnen Feuerwerk im Einsatz sein sollten. Wie in vielen anderen Städten in aller Welt spielte die Sicherheit vor dem Fest eine grosse Rolle, zumal erst am Freitag ein Mann wegen Drohungen gegen das Neujahrsfest in Sydney festgenommen wurde. 2000 zusätzlichePolizisten sollten in derNacht zumSonntag im Dienst sein.

Neuseeland: Vom Sky Tower im neuseeländischen Auckland schossen Raketen in alle Richtungen, um 2017 willkommen zu heissen.

Vereinigte Arabische Emirate: Hunderttausende Menschen schauten sich in Dubai ein Feuerwerk vom höchsten Gebäude der Welt an, dem 828 Meter hohen Burdsch Chalifa. Die Show wurde auch live im Internet übertragen.

Die Behörden hofften, dass sich ein Vorfall aus dem vergangenen Jahr nicht wiederholt: Damals hatte in der Silvesternacht ein Hochhaus im Stadtkern gebrannt – und das wenige Stunden vor Mitternacht. 14 Menschen waren dabei verletzt worden.

SDA/kat

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