Zum Hauptinhalt springen

Wolf reisst 18 Schafe im Bündnerland

Auf Schafalpen im Bündner Oberland sind in den vergangenen Wochen 18 Schafe gerissen worden.

Eine DNA-Analyse der Universität Lausanne bestätigt, dass ein Wolf zugeschlagen hat. Somit ist sicher, dass derzeit zwei Wölfe in Graubünden leben.

Das Raubtier tötete die Schafe auf Alpen im Val Lugnez und im Gebiet der benachbarten Gemeinde Obersaxen. Ob es ein männliches oder ein weibliches Tier ist, konnte noch nicht geklärt werden. Weitere Analysen seien im Gange, teilte das Bündner Amt für Jagd und Fischerei am Mittwoch mit.

Die Fachleute des Kantons gehen davon aus, dass es sich nicht um jenes Tier handelt, welches seit über sechs Jahren zwischen Ilanz und Disentis vorwiegend auf der linken Talseite unterwegs ist. Möglicherweise seien die toten Schafe Spuren jenes Wolfes, der im Frühjahr auf dem Oberalppass gesichtet worden war.

Nachweis braucht Zeit

Dass es ein andererer Wolf war, liegt auf der Hand, weil das seit langem bekannte Tier zur Zeit der Schafrisse auf der anderen Talseite beobachtet wurde, wie Hannes Jenny, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Amts für Jagd und Fischerei, auf Anfrage erklärte.

15 Schafe brachte der Wolf anfangs September zur Strecke. Weil sich aber keine Spuren sicherstellen liessen, die eine DNA-Analyse ermöglicht hätten, blieb zunächst unklar, ob ein Wolf oder ein grosser Hund die Tiere erlegt hatte.

Als das Raubtier Ende September drei weitere Schafe riss, hinterliess es Kot, der untersucht werden konnte. Diese Analysen dauerten laut Jenny drei Wochen. Nachgewiesen werden konnte, dass auch der zweite Bündner Wolf aus Italien eingewandert ist.

Die Gefahr, dass es zu weiteren Rissen kommt, ist inzwischen gering: Nach dem Wintereinbruch von anfangs Oktober wurden die Schafalpen entladen.

SDA/bru

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch