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Zahl der Toten in Nepal steigt auf über 6600

Die EU-Kommission ruft zum Ausbau der Hilfe für Nepal auf. Dringend benötigt würden Hilfsgüter wie Zelte, Hygieneartikel und Generatoren. Zu über 1000 Europäern konnte noch kein Kontakt hergestellt werden.

Weg der Zerstörung: Nepalesen gehen an eingestürzten Gebäuden in Trishuli nördlich von Kathmandu vorbei. (4. Mai 2015)
Weg der Zerstörung: Nepalesen gehen an eingestürzten Gebäuden in Trishuli nördlich von Kathmandu vorbei. (4. Mai 2015)
Prakash Mathema, AFP
Einige Gebiete konnten die Rettungskräfte noch nicht erreichen: Zerstörtes Dorf im Bezirk Sindhupalchok, Nepal. (3. Mai 2015)
Einige Gebiete konnten die Rettungskräfte noch nicht erreichen: Zerstörtes Dorf im Bezirk Sindhupalchok, Nepal. (3. Mai 2015)
Reuters/Navesh Chitrakar
Das Epizentrum des Bebens lag 80 Kilometer nordwestlich der nepalesischen Hauptstadt. (25. April 2015)
Das Epizentrum des Bebens lag 80 Kilometer nordwestlich der nepalesischen Hauptstadt. (25. April 2015)
Navesh Chitrakar, Reuters
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Die Zahl der Toten nach dem schweren Erdbeben in Nepal ist nach Angaben der Behörden auf über 6600 Tote gestiegen. Die EU-Kommission rief die Europäer zu einer Erhöhung ihrer Hilfen auf.

Der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe, Christos Stylianides, appellierte an die EU-Staaten, ihre Unterstützung für die Menschen in dem Himalaya-Land noch zu verstärken. Die EU-Kommission plane bereits ihre Hilfe aufzustocken.

Hilfsgüter dringend benötigt

Die Such- und Rettungsphase sei vorbei. Neben Nahrungsmitteln und sauberem Wasser würden nun dringend Zelte, Decken, Hygieneartikel und Generatoren, aber auch mobile Krankenstationen, Schwestern und Ärzte benötigt. Stylianides warnte zugleich vor dem Ausbruch von Krankheiten wie Cholera und schweren Durchfallerkrankungen.

Stylianides geht davon aus, dass die Zahl der Toten noch steigen wird, weil ein genauer Überblick über die Opfer in den abgelegenen Dörfern, die teils völlig zerstört seien, noch nicht vorliege.

Nach Angaben der UNO wurden rund 600'000 Häuser zerstört. Der Regierung zufolge benötigt Nepal zum Wiederaufbau mindestens zwei Milliarden Dollar.

Kein Kontakt zu etwa 1000 Europäern

Sechs Tage nach dem verheerenden Erdbeben konnte noch kein Kontakt zu rund 1000 Europäern hergestellt werden. Die Zahl der Todesopfer stieg bis am Freitag auf mindestens 6300. Die Hoffnungen schwinden, weitere Überlebende aus den Trümmern zu retten.

Die meisten Europäer würden in dem beliebten Wandergebiet im Langtang-Nationalpark oder in der Region rund um den Mount Everest vermisst, sagte Rensje Teerink, Botschafterin der Europäischen Union in Kathmandu, am Freitag. «Wir wissen nicht, was mit ihnen passiert ist. Einige von ihnen könnten tot sein. Andere könnten sich einfach nur noch nicht gemeldet haben.»

Ein weiterer EU-Vertreter sagte, die meisten der Vermissten seien vermutlich wohlauf. Angesichts des schwierigen Zugangs zu den abgelegenen Regionen gebe es jedoch keine Nachrichten von ihnen.

Schweizer wohlauf

Der Schweizer Reiseveranstalter Globetrotter teilte am Freitag mit, am Morgen habe man die letzten zwei vermissten Nepal-Kunden kontaktieren können. Auch sie seien wohlauf. Zum Zeitpunkt des Erdbebens hatte Globetrotter 64 Kundinnen und Kunden in Nepal.

Im Moment reise niemand von Globetrotter nach Nepal, teilte das Unternehmen am Freitag weiter mit. «Wir wollen uns zuerst einen Überblick verschaffen.» Globetrotter-Chef André Lüthi werde in zirka drei Wochen nach Nepal reisen.

SDA

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