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Zehntausende Filipinos flüchten vor Hagupit

Vor den Philippinen tobt ein bedrohlicher Taifun. Millionen Menschen sind in Alarmbereitschaft und selbst Experten können den Kurs des Sturms kaum berechnen. Am Samstag trifft er wohl an Land.

clp
Die Menschen suchen Schutz vor dem Taifun: Ein Mann geht durch den Ort Atimonan. (8. Dezember 2014)
Die Menschen suchen Schutz vor dem Taifun: Ein Mann geht durch den Ort Atimonan. (8. Dezember 2014)
Reuters
Umstürzende Bäume und Strommasten machen den Bewohnern zu schaffen. (7. Dezember 2014)
Umstürzende Bäume und Strommasten machen den Bewohnern zu schaffen. (7. Dezember 2014)
Francis R. Malasig, Keystone
Andere sorgen vor, indem sie die Dächer ihrer Häuser verstärken: Ein Arbeiter in der Hauptstadt Manila. (7. Dezember 2014)
Andere sorgen vor, indem sie die Dächer ihrer Häuser verstärken: Ein Arbeiter in der Hauptstadt Manila. (7. Dezember 2014)
Noel Celis, AFP
Hunderttausende haben sich vor dem zerstörerischen Wirbelsturm in Sicherheit gebracht. (7. Dezember 2014)
Hunderttausende haben sich vor dem zerstörerischen Wirbelsturm in Sicherheit gebracht. (7. Dezember 2014)
Zalrian Z. Sayat, Keystone
Freiwillige packen in der Hauptstadt Manila Hilfsgüter ein. (7. Dezember 2014)
Freiwillige packen in der Hauptstadt Manila Hilfsgüter ein. (7. Dezember 2014)
Jay Directo, AFP
Hagupit ist der stärkste Taifun seit über einem Jahr. (7. Dezember 2014)
Hagupit ist der stärkste Taifun seit über einem Jahr. (7. Dezember 2014)
Ted Aljibe, AFP
Plastiksäcke werden zum Regenschutz umfunktioniert...
Plastiksäcke werden zum Regenschutz umfunktioniert...
Aaron Favila, Keystone
...und unfertige Häuser als Zufluchtsorte genutzt: Anwohner der philippinischen Stadt Legazpi. (7. Dezember 2014)
...und unfertige Häuser als Zufluchtsorte genutzt: Anwohner der philippinischen Stadt Legazpi. (7. Dezember 2014)
Ted Aljibe, AFP
Schon vor einem Jahr hatte ein Taifun Teile der Philippinen verwüstet. (7. Dezember 2014)
Schon vor einem Jahr hatte ein Taifun Teile der Philippinen verwüstet. (7. Dezember 2014)
Aaron Favila, Keystone
Als der Supertaifun die Inselgruppe noch nicht erreicht hatte: Ein Einwohner betrachtet die hohen Wellen am Strand von Borongan. (6. Dezember 2014)
Als der Supertaifun die Inselgruppe noch nicht erreicht hatte: Ein Einwohner betrachtet die hohen Wellen am Strand von Borongan. (6. Dezember 2014)
Keystone
Hunderte bringen sich in einer grossen Halle vor dem Taifun in Sicherheit. (5. Dezember 2014)
Hunderte bringen sich in einer grossen Halle vor dem Taifun in Sicherheit. (5. Dezember 2014)
Keystone
Ein Jahr nach dem Supertaifun Haiyan droht den Philippinen schon wieder eine Katastrophe: Verlassene Häuser am Küstenort Tanauan. (5. Dezember 2014)
Ein Jahr nach dem Supertaifun Haiyan droht den Philippinen schon wieder eine Katastrophe: Verlassene Häuser am Küstenort Tanauan. (5. Dezember 2014)
AP Photo, Keystone
Der Taifun Hagupit soll bald auf Land treffen: Fischer bringen ihr Boot in Sicherheit. (5. Dezember 2014)
Der Taifun Hagupit soll bald auf Land treffen: Fischer bringen ihr Boot in Sicherheit. (5. Dezember 2014)
Charism Sayat, AFP
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Wieder Taifun-Alarm auf den Philippinen: Ein Jahr nach Haiyan bedroht wieder ein riesiger Taifun den Inselstaat. Hagupit ist unberechenbar. Selbst die Millionenmetropole Manila bangt.

Der vor den Philippinen tobende Taifun Hagupit ist am Freitag noch bedrohlicher geworden. Er wirbelte heute vor der Küste zeitweise mit Spitzengeschwindigkeiten von 250 Kilometern in der Stunde. Zehntausende Menschen waren auf der Flucht. Allerdings verliere der Sturm an Stärke.

Der Taifun war für die Meteorologen kaum berechenbar. Sowohl die Windgeschwindigkeit als auch der Kurs änderten sich fast stündlich. Die Behörden setzten auch die Hauptstadt Manila mit mehr als zwölf Millionen Einwohnern in Alarmbereitschaft. «Wir sind bereit», sagte Bürgermeister Joseph Estrada. Arbeiter bauten Reklametafeln und Weihnachtsdekorationen ab, die bei heftigem Wind aus der Verankerung gerissen und zu tödlichen Geschossen werden könnten.

Am Samstag könnte Hagupit auf Land treffen

Bleibt der Taifun auf dem wahrscheinlichen Kurs, dürfte er frühestens am Samstagabend (Ortszeit, Nachmittag MEZ) genau die Region treffen, die am 8. November 2013 von «Haiyan» verwüstet worden war. Haiyan war der stärkste Taifun, der je an Land kam, aber Hagupit war zeitweise schon grösser und stärker. Durch Hagupit sind nach Behördenangaben mindestens 47 der 81 Provinzen des Landes potenziell hochgefährdet.

Das Zentrum der Philippinen war vor einem Jahr durch den Taifun Haiyan verwüstet worden. Mehr als 7300 Menschen wurden getötet oder gelten noch als vermisst. «Wir sind heute besser vorbereitet als damals», versicherte der Bürgermeister der vor einem Jahr schwer zerstörten Stadt Tacloban, Alfred Romualdez.

Aber in der Stadt leben noch Tausende in Hütten, die einem neuen Wirbelsturm nicht standhalten würden. Zehntausende Menschen packten nach Angaben des Katastrophenschutzes ihre Sachen und zogen zu Verwandten ins Inland oder flüchteten in Notunterkünfte. Allein etwa 34'000 Menschen bevölkerten Turnhallen, Schulen und Kirchen. «Die Menschen bereiten sich heute besser vor, sie wissen, dass sie sich in Sicherheit bringen müssen», sagte die Bürgermeisterin von Borongan, Fe Abunda. Dort soll der Taifun an Land kommen.

Tausende Reisende gestrandet

Tausende Reisende strandeten am Freitag, weil Flüge und Fährverbindungen ausfielen. Zwölf Häfen stellten den Verkehr teilweise ein. Hagupit ist der 18. Taifun in der Region. Das Wetterbüro schätzte die Windgeschwindigkeit im Wirbel am Abend auf 195 Kilometer in der Stunde, mit Spitzenböen von 230 Kilometern. Am Morgen war der Taifun zeitweise noch stärker gewesen. Der Sturm wird voraussichtlich am Samstag in der am Osten gelegenen Provinz Samar auf Land treffen und anschliessend einen nördlichen Kurs über zentralgelegene Inseln hinweg einnehmen. Doch wie es danach weitergeht, ist strittig.

Computermodelle von zwei Behörden, die den Taifun genau verfolgen, wiesen verschienene Kurse für Hagupit auf. So rechnete das Taifun-Warnzentrum des US-Militärs auf Hawaii damit, dass der Sturm in nördlicher Richtung über den südlichen Rand der Hauptstadt Manila hinwegziehen könnte. Die philippinische Wetterbehörde hingegen, sagte einen südlicheren Kurs voraus.

Beide Behörden gaben an, dass der Taifun langsam an Stärke verliere. DasUS-Zentrum ging davon aus, dass die Windstärke von Hagupit bis Sonntagmorgen auf 175 Stundenkilometer abnehmen werde.

Das zunächst recht schnell auf die Küste zutreibende Tiefdruckgebiet verlangsamte sich am Freitag und kam nur noch mit zehn Kilometern in der Stunde voran. Einmal an Land, sind langsam vorwärtskommende Taifune besonders gefährlich: Orkanböen und heftiger Regen bleiben länger in einer Region und richten mehr Schäden an, vor allem durch Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutsche.

(SDA)

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