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Zimmerman trat erstmals vor den Richter

Der erste Auftritt von George Zimmerman vor Gericht war nur sehr kurz. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord an Trayvon Martin vor.

Könnte gegen Kaution wieder freikommen: George Zimmerman (r.) mit Anwalt Mark O'Mara (l.) im Gerichtszimmer des Gefängnisses in Sanford, Florida. (12. April 2012)
Könnte gegen Kaution wieder freikommen: George Zimmerman (r.) mit Anwalt Mark O'Mara (l.) im Gerichtszimmer des Gefängnisses in Sanford, Florida. (12. April 2012)
Reuters

Der Todesschütze von Florida, George Zimmerman, wurde gestern Richter Mark Herr vorgeführt, der den 29. Mai als Termin für die formelle Anklageerhebung gegen den 28-Jährigen festlegte. Während der kurzen Anhörung wurde Zimmerman ausserdem zu dem Anklagepunkt und seinem Anwalt befragt. Er sagte nur zweimal «Yes, Sir».

Gegen Zahlung einer Kaution kann Zimmerman zunächst auf freien Fuss kommen. Am Mittwoch hatte die Staatsanwaltschaft Zimmerman des Mords beschuldigt. Er wurde in Haft genommen.

Lange auf freiem Fuss

Zimmerman hatte Ende Februar in Sanford im Bundesstaat Florida den 17-jährigen Trayvon Martin erschossen. Das Mitglied einer Bürgerwehr gab an, in Notwehr gehandelt zu haben. Der Jugendliche, der sich nach einem Einkauf in einem bewachten Wohngebiet auf dem Heimweg befand, war jedoch unbewaffnet.

Die Polizei liess Zimmerman damals nach vorübergehender Festnahme laufen. Sie berief sich auf ein Gesetz, das den Bürgern in Florida das Recht zu schiessen gibt, wenn sie sich ernsthaft bedroht fühlen. Der Anwalt der Familie des Opfers warf Zimmerman dagegen vor, den Jugendlichen kaltblütig ermordet zu haben.

Die Eltern des getöteten Jungen brachten den Fall mit einer Onlinekampagne an die Öffentlichkeit. Der Fall führte zu einer heftigen Debatte über laxe Waffengesetze und Rassismus im US-Justizsystem, in die sich auch US-Präsident Barack Obama einschaltete.

AFP/rub

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