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Zürich: Razzien gegen Menschenhändler

Im Kampf gegen den westafrikanischen Menschenhandel haben Polizeieinheiten in neun europäischen Ländern zeitgleich Razzien durchgeführt. Auch in der Schweiz – mit Fokus auf Zürich.

Offenbar sind Menschenhändler auch in Zürich aktiv: Prostitution im Zürcher Niederdorf. (Archivbild)
Offenbar sind Menschenhändler auch in Zürich aktiv: Prostitution im Zürcher Niederdorf. (Archivbild)
Keystone

Am ersten Europol-Aktionstag beteiligten sich acht Schweizer Kantone, die Stadtpolizei Zürich sowie das Grenzwachkorps. Die Razzien und der europaweite Austausch von Informationen dienten dem Zweck, Erkenntnisse und Zusammenhänge über die in Europa tätigen Netzwerke von nigerianischen Menschenhändlern zu gewinnen, wie das Bundesamt für Polizei (fedpol) mitteilte.

Laut fedpol sollten die Aktionen auch deutlich machen, unter welchen Bedingungen nigerianische Prostituierte arbeiten. Aufgrund der Erfahrungen ausländischer Behörden seien vor allem junge Frauen aus dem Süden des Landes gefährdet, Opfer von Menschenhandel zu werden.

Von Deutschland initiiert

Angestossen hat die konzertierte Aktion das deutsche Bundeskriminalamt (BKA), wie die deutsche Nachrichtenagentur dpa berichtete. Laut BKA zeigen die bisherigen Ermittlungen, dass ein internationales Netz von westafrikanischen Zuhältern, eingeschleusten Prostituierten, Geldwäschern, Passverleihern, Dokumentenfälscher und Schleusern existiert.

Nach Angaben der dpa laufen die Fäden in der niederländischen Stadt Den Haag zusammen. Neben Deutschland und der Schweiz gab es Kontrollen auch in Grossbritannien, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Schweden, Dänemark und Österreich.

In der Schweiz haben jene Kantone die Aktion unterstützt, die von Prostitution und möglichem Menschenhandel aus Nigeria betroffen sind. Es sind dies die Kantone Aargau, Bern, Neuenburg, Schwyz, Schaffhausen, Thurgau, Waadt und Zürich. Beteiligt hat sich auch die Stadt Zürich, wie das fedpol schreibt.

SDA/ses

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