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Zwei Jahre mehr Haft für Mord an Chef

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Genfer Verkehrsbetriebe war letztes Jahr zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte seinen Chef im Büro erschossen. Ein Gericht hat die Strafen nun sogar erhöht.

Die Tat war offenbar minutiös geplant gewesen: Ein Polizist beim Depot der Genfer Verkehrsbetriebe, wo der Angeklagte 2011 seinen Chef tötete.
Die Tat war offenbar minutiös geplant gewesen: Ein Polizist beim Depot der Genfer Verkehrsbetriebe, wo der Angeklagte 2011 seinen Chef tötete.
Keystone

Die Berufungskammer des Genfer Strafgerichts hat die Freiheitsstrafe gegen einen ehemaligen Angestellten der öffentlichen Verkehrsbetriebe (TPG) um zwei Jahre auf 15 Jahre Gefängnis erhöht. Der Mann hatte seinen Chef im August 2011 mit zwei Kugeln erschossen.

In einem erstinstanzlichen Prozess im vergangenen September war der 51-jährige Schweizer zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die zweite Instanz der Genfer Justiz liess keine mildernden Umstände gelten.

Tat war minutiös geplant

Es sprach den Angeklagten wegen Mordes, versuchten Mordes sowie versuchter schwerer Körperverletzung schuldig. Der Mann wollte einen zweiten Arbeitskollegen töten sowie einem dritten eine Kugel ins Bein jagen.

Auch im Berufungsprozess wurde die minutiöse Planung der Bluttat durch den ehemaligen TPG-Angestellten betont. Man komme deshalb nicht um eine Verurteilung wegen Mordes herum, befanden die Richter.

Der Verurteilte hatte mehrere Monate vor dem Tötungsdelikt mit den Vorbereitungen begonnen und sich ein Motorrad, eine Waffe und eine Maske gekauft. Er handelte entschlossen und kaltblütig, wie das Gericht im Urteil festhielt.

Mord aus Rache

Nachdem er am 22. August 2011 seinen Chef erschossen hatte, flüchtete er mit dem Motorrad nach Italien. Dort wurde er am Tag danach verhaftet. Für die Richter bestand kein Zweifel, dass der Mann das Tötungsdelikt aus Rache begangen hatte.

Er litt zum Zeitpunkt des Verbrechens unter Alkoholproblemen und Depressionen. Zudem setzten im das Misstrauen gewisser Kollegen und des Chefs zu. Auch in zweiter Instanz blieben die Richter unter der von der Staatsanwalt geforderten Strafe von 17 Jahren Gefängnis.

Nach der Verschärfung des erstinstanzlichen Urteils prüfe man einen Weiterzug ans Bundesgericht, wie Verteidiger Robert Assaël nach der Urteilseröffnung sagte.

SDA/kpn

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