Zwei Verletzte bei Schüssen vor französischer Moschee

In Bayonne sind Schüsse gefallen. Die Polizei hat einen verdächtigen 84-Jährigen mit rechtsextremer Vergangenheit verhaftet.

Die Moschee in Bayonne. (www.twitter.com)

Die Moschee in Bayonne. (www.twitter.com)

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Ein Mann hat vor einer Moschee im Südwesten Frankreichs das Feuer eröffnet und zwei Menschen schwer verletzt. Die Polizei nahm den mutmasslichen Schützen kurze Zeit später in seinem Wohnhaus fest.

Der 84-Jährige habe zunächst versucht, vor der Tür der Moschee in Bayonne Feuer zu legen. Dabei sei er von zwei Männern überrascht worden und habe auf diese geschossen. Der mutmassliche Täter hat sich in der Vergangenheit politisch bei den Rechten engagiert. Bei den Opfern handelt es sich um einen 74 und einen 78 Jahre alten Mann, sie kamen in ein Spital. Der mutmassliche Schütze zündete ausserdem ein Auto an und flüchtete anschliessend.

Er wurde an seinem Wohnhaus wenige Kilometer entfernt in Saint-Martin-de-Seignanx aufgegriffen. Medienberichten zufolge hatte er eine Gasflasche in seinem Auto, auch vor der Moschee sei Brandbeschleuniger gefunden worden.

Mitglied der Front National

Zum Motiv des Täters gab es zunächst keine weiteren Informationen. Er war bis 2015 Mitglied der rechtsextremen Partei Front National (heute: Rassemblement National), wie ein Sprecher bestätigte. Allerdings sei er dann ausgeschlossen worden.

Medienberichten zufolge hat er in der Vergangenheit bei einer Regionalwahl kandidiert. Parteichefin Marine Le Pen erklärte kurz nach der Tat auf Twitter, dass es sich um einen «unvertretbaren Akt» handle, der den Werten der Bewegung widerspreche.

Innenminister Christophe Castaner verurteilte die Tat und sprach der muslimischen Gemeinschaft Solidarität und Unterstützung aus. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte erst am Vormittag Vertreter des Dachverbands für den muslimischen Glauben getroffen. Der Vizepräsident des Verbands, Anouar Kbibech, sprach nach der Tat von einer Zunahme bei der Schwere der Angriffe gegen Muslime. (fal/sda)

Erstellt: 28.10.2019, 19:33 Uhr

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