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Zwei Seeleute entgehen U-Boot-Unglück knapp

Ein Leutnant und ein Marinesoldat hätten eigentlich an Bord des verschollenen argentinischen U-Boots sein sollen. Doch beide hatten Urlaub.

«Es geht einfach nicht»: Eine Bergung des U-Boots scheint technisch nicht möglich. Marine-Sprecher Enrique Balbi an einer Medienkonferenz.
«Es geht einfach nicht»: Eine Bergung des U-Boots scheint technisch nicht möglich. Marine-Sprecher Enrique Balbi an einer Medienkonferenz.
Martin Acosta, Reuters
Der Kapitän des U-Boots teilt in einer der letzten Nachrichten mit, dass Wasser durch das Ventilationssystem eingedrungen und zu einer Batterie im vorderen Teil des Schiffes gelangt sei. «Das hat einen Kurzschluss und ein Feuer verursacht», so der Kapitän. (28. November 2017) Bild: Screenshot N24
Der Kapitän des U-Boots teilt in einer der letzten Nachrichten mit, dass Wasser durch das Ventilationssystem eingedrungen und zu einer Batterie im vorderen Teil des Schiffes gelangt sei. «Das hat einen Kurzschluss und ein Feuer verursacht», so der Kapitän. (28. November 2017) Bild: Screenshot N24
AFP
13 Länder hatten sich an der Suche beteiligt. Die Weltöffentlichkeit bangte wochenlang mit den Argentiniern mit. (26. November 2017)
13 Länder hatten sich an der Suche beteiligt. Die Weltöffentlichkeit bangte wochenlang mit den Argentiniern mit. (26. November 2017)
Carlos Reyes, AFP
Ein unbemanntes U-Boot wird für die Suche vorbereitet. (27. November 2017)
Ein unbemanntes U-Boot wird für die Suche vorbereitet. (27. November 2017)
U.S. Navy, AFP
Die Angehörigen forderten monatelang eine Fortsetzung der Suche. (24. November 2017)
Die Angehörigen forderten monatelang eine Fortsetzung der Suche. (24. November 2017)
Esteban Felix, Keystone
Im Februar setzte das argentinische Verteidigungsministerium eine Belohnung von fünf Millionen Dollar für nützliche Hinweise auf den Verbleib der «San Juan» aus. (Archivbild)
Im Februar setzte das argentinische Verteidigungsministerium eine Belohnung von fünf Millionen Dollar für nützliche Hinweise auf den Verbleib der «San Juan» aus. (Archivbild)
Argentina Navy, Keystone
Im September schliesslich teilte das Ministerium mit, dass die Suche wieder aufgenommen und von der US-Firma Ocean Infinity übernommen werde.
Im September schliesslich teilte das Ministerium mit, dass die Suche wieder aufgenommen und von der US-Firma Ocean Infinity übernommen werde.
Vincente Robles, Keystone
Diese habe die «ARA San Juan» nun im Meer geortet, teilte die argentinische Armee am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. (Archivbild)
Diese habe die «ARA San Juan» nun im Meer geortet, teilte die argentinische Armee am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. (Archivbild)
Keystone
Das U-Boot – hier bei seiner Taufe – sei in 800 Metern Tiefe entdeckt worden. Es liege in Gewässern nahe der Halbinsel Valdés südlich von Buenos Aires. (Archivbild)
Das U-Boot – hier bei seiner Taufe – sei in 800 Metern Tiefe entdeckt worden. Es liege in Gewässern nahe der Halbinsel Valdés südlich von Buenos Aires. (Archivbild)
AFP
In ihrem letzten Funkspruch im November 2017 hatte die 44-köpfige U-Boot-Besatzung einen Kurzschluss und ein Feuer an Bord gemeldet, kurz darauf ereignete sich im Südatlantik eine Explosion. (Archiv)
In ihrem letzten Funkspruch im November 2017 hatte die 44-köpfige U-Boot-Besatzung einen Kurzschluss und ein Feuer an Bord gemeldet, kurz darauf ereignete sich im Südatlantik eine Explosion. (Archiv)
Argentina Navy/AP
An Bord war auch der erste weibliche U-Boot-Offizier Argentiniens und ganz Südamerikas, die 35-jährige Eliana Krawczyk.
An Bord war auch der erste weibliche U-Boot-Offizier Argentiniens und ganz Südamerikas, die 35-jährige Eliana Krawczyk.
Argentina Navy, AFP
Auf dem Rückweg von einem Einsatz im Süden Argentiniens verschwand die San Juan vom Radar.
Auf dem Rückweg von einem Einsatz im Süden Argentiniens verschwand die San Juan vom Radar.
Argentina Navy/AP
Die Marine sucht mit zwei Korvetten und einem Zerstörer nach dem verschollenen U-Boot. Mehrere Länder beteiligen sich mit Schiffen und U-Booten an der Suche.
Die Marine sucht mit zwei Korvetten und einem Zerstörer nach dem verschollenen U-Boot. Mehrere Länder beteiligen sich mit Schiffen und U-Booten an der Suche.
Telam/Argentinisches Verteidigungsministerium, AFP
Die Angehörigen hoffen auf die rechtzeitige Rettung der 44 Besatzungsmitglieder der ARA San Juan.
Die Angehörigen hoffen auf die rechtzeitige Rettung der 44 Besatzungsmitglieder der ARA San Juan.
Eitan Abramovich, AFP
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Zwei argentinische Marinesoldaten sind dem Unglück an Bord des seit mehr als einer Woche verschollenen U-Boots ARA San Juan durch eine Fügung des Schicksals entronnen. Sie gingen wegen Urlaubs zuvor von Bord.

Ein Leutnant habe das U-Boot bei einem Stopp im Hafen von Ushuaia verlassen, weil er auf eine wichtige zweiwöchige Mission gegangen sei, erklärte Marinesprecher Enrique Balbi am Freitag. Er sei durch einen anderen Offizier ersetzt worden.

Ein zweiter Marinesoldat, der 26-jährige Adrián Rothlisberger, hätte laut der argentinischen Tageszeitung «Clarin» eigentlich mit dem U-Boot in See stechen sollen. Weil er kurz vor dem Abschluss eines Hauskaufes stand und dafür noch Verwaltungsangelegenheiten klären musste, sei er jedoch vom Dienst beurlaubt worden.

Der Kontakt zu der ARA San Juan war am Mittwoch vergangener Woche abgebrochen. Trotz tagelanger Suche wurde sie bislang nicht gefunden. Die Marine geht inzwischen von einer Explosion an Bord aus und hat keine Hoffnung mehr, die 44 Besatzungsmitglieder noch lebend bergen zu können.

(SDA)

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