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Zwei Tote bei Waldbränden in Colorado

Trotz eines Grosseinsatzes ist erst ein Viertel des Feuers unter Kontrolle. Zehntausende befinden sich auf der Flucht. Barack Obama erklärte die Region zum Katastrophengebiet.

Das Zuhause von hunderten Amerikanern wurde zerstört: Ein Mann besichtigt die Trümmer in Colorado Springs. (2. Juni 2012)
Das Zuhause von hunderten Amerikanern wurde zerstört: Ein Mann besichtigt die Trümmer in Colorado Springs. (2. Juni 2012)
Keystone
Gelöscht werden die Brände wohl erst Mitte Juli: Präsident Barack Obama im Gespräch mit Feurwehrleuten in Colorado Springs. (29. Juni 2012)
Gelöscht werden die Brände wohl erst Mitte Juli: Präsident Barack Obama im Gespräch mit Feurwehrleuten in Colorado Springs. (29. Juni 2012)
Reuters
Es handelt sich um die schlimmste Brandsaison seit zehn Jahren: Die vom Rauch verdunkelte Sonne geht in Colorado Springs unter. (24. Juni 2012)
Es handelt sich um die schlimmste Brandsaison seit zehn Jahren: Die vom Rauch verdunkelte Sonne geht in Colorado Springs unter. (24. Juni 2012)
Reuters
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Feuerwehrleute haben bei der Durchsuchung von rund 350 im US-Staat Colorado durch einen Waldbrand zerstörte Häuser eine zweite Leiche gefunden. Sie wurde auf demselben Anwesen entdeckt, wo die Rettungskräfte bereits am Donnerstag einen ersten Toten ausgemacht hatten. Insgesamt herrsche bei weniger als zehn Personen Unklarheit über ihren Verbleib, erklärte der Polizeichef von Colorado Springs, Pete Carey.

Inzwischen seien etwa 25 Prozent des Feuers in der Nähe der zweitgrössten Stadt des Staats unter Kontrolle, teilten die Behörden mit. Für einige Gebiete wurden die Evakuierungsbefehle bereits wieder aufgehoben. Mehr als 30'000 Menschen mussten auf der Flucht vor den Flammen ihre Häuser räumen.

Keine weitere Ausdehnung

Nachdem sich die Flammen in den ersten Tagen explosionsartig auf eine Fläche von mehr als 65 Quadratkilometer ausgebreitet hatten, habe sich das Feuer über Nacht nicht weiter ausgedehnt, teilten die Behörden am Freitag mit. Den Rettungskräften kam zugute, dass die heftigen Winde, die in den vergangenen Tagen die Flammen angefacht hatten, sich legten.

US-Präsident Barack Obama machte sich gestern Freitag inmitten der verkohlten Überreste eines abgebrannten Wohnviertels selbst ein Bild von den Zerstörungen durch den verheerendsten Waldbrand in der Geschichte des Staats. Zuvor hatte er die Feuersbrunst bereits zu einer «grossen Katastrophe» erklärt und Hilfe aus Washington versprochen.

«Amerika steht zusammen»

«Ob Feuer in Colorado oder Überschwemmungen in den nördlichen Teilen Floridas, wenn Naturkatastrophen wie diese auftreten, steht Amerika zusammen», sagte der Präsident nach einem Rundgang in Colorado Springs. Dabei schüttelte er die Hände von Feuerwehrleuten und anderen Helfern und besuchte auch eine Notunterkunft.

Obamas Besuch steht auch unter politischen Vorzeichen. Schliesslich zählt Colorado zu einem der wichtigsten Schauplätze bei der Präsidentenwahl im November. Die Entscheidungen für Obamas Besuche in den Katastrophenregionen des Landes werden aber auch durch die Erfahrungen seines Vorgängers geprägt. George W. Bush wurde für seine Reaktion auf den Hurrican «Katrina» als gleichgültig und teilnahmslos kritisiert, nachdem er sich die Überschwemmungen in New Orleans nur aus der Luft anschaute, statt sich mit Menschen vor Ort zu treffen.

SDA/kpn/mrs

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