Zum Hauptinhalt springen

Zwei Tote nach Schüssen in Göteborg

In einem Restaurant im schwedischen Göteborg sind mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Die Polizei geht nicht von einer Terrorattacke aus.

Es wurde mit einer automatischen Waffe geschossen: Der Tatort in Göteborg. (18. März 2015) Bild: Twitter
Es wurde mit einer automatischen Waffe geschossen: Der Tatort in Göteborg. (18. März 2015) Bild: Twitter

Bei einer Schiesserei in einem Restaurant in der schwedischen Stadt Göteborg sind am Mittwochabend nach Polizeiangaben mindestens zwei Personen getötet worden. Zwei Männer sollen mit automatischen Waffen um sich geschossen haben.

Mehrere Menschen wurden verletzt ins Spital gebracht. Die Verdächtigen sind nach Polizeiangaben auf der Flucht. Details zu Verdächtigen gab es zunächst nicht. Polizeisprecherin Ulla Brehm sagte, es deute nichts auf eine Terrorattacke hin.

Die Schüsse hätten in einem Teil der Stadt stattgefunden, in dem es in der Vergangenheit immer wieder zu Bandenkriminalität gekommen sei, sagte Brehm. Es sei zu früh, um über ein Motiv zu spekulieren, aber es gebe Hinweise darauf, dass die Tat mit den Gangs in dem Stadtteil zu tun habe. «Es gibt absolut nichts, dass auf Terrorismus hindeutet», sagte die Polizeisprecherin.

Die öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt SVT sprach auf ihrer Internetseite zunächst von mindestens zwei Toten. Es wurde jedoch vermutet, dass die Zahl der Toten steigen wird. Acht Personen seien in ein Krankenhaus gebracht worden. SVT zitierte Augenzeugen, die gesehen hätten, dass zwei Männer mit Automatikwaffen in das Lokal eingedrungen seien und direkt das Feuer eröffnet hätten.

«Ich hatte keine Chance, darüber nachzudenken, was passiert ist», berichtete ein Augenzeuge. «Dann sah ich, dass mein Freund blutete. Ich versuchte, die Blutungen so weit es mir möglich war zu stoppen.»

Die Schüsse fanden laut übereinstimmenden Medienangaben auf der zu Göteborg zählenden Insel Hisingen statt.

Nach Polizeiangaben wurden die Schüsse in einem Restaurant namens «Vår Krog & Bar» (deutsch: Unsere Taverne und Bar) abgegeben. Nach Angaben auf der Internetseite des Lokals wurde es im Jahr 1995 eröffnet und beinhaltet auch eine Sportbar und einen Nachtclub. Am 30. Januar wurde ein Mann auf dem Platz vor dem Restaurant angeschossen. Ob die jetzige Tat etwas damit zu tun hat, war zunächst unklar.

Waffengewalt ist in den grossen Städten Schwedens nicht ungewöhnlich - obwohl Schüsse in der Öffentlichkeit mit mehreren Opfern sehr selten sind. «Die Probleme hier in Schweden sind dieselben wie international», sagte Brehm.

Göteborg ist nach Stockholm die zweitgrösste Stadt des skandinavischen Landes. Mit etwas mehr als 500000 Einwohnern ist sie in etwa so gross wie Bremen.

AP/sda/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch