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Zugunglück in Bayern: 24-jähriger Fahrdienstleiter verhaftet

Der Frontalzusammenstoss zweier Züge bei Aichach mit zwei Toten ist auf menschliches Versagen zurückzuführen.

Gegen den 24-jährigen Fahrdienstleiter besteht der dringende Verdacht der fahrlässigen Tötung: Ermittler beim Unfallort. (8. Mai 2018)
Gegen den 24-jährigen Fahrdienstleiter besteht der dringende Verdacht der fahrlässigen Tötung: Ermittler beim Unfallort. (8. Mai 2018)
Christof Stache, AFP

Nach dem Frontalzusammenstoss zweier Züge bei Aichach im deutschen Bundesland Bayern mit zwei Toten ist der für die Strecke zuständige Fahrdienstleiter vorläufig festgenommen worden. Gegen den Mann besteht der dringende Verdacht der fahrlässigen Tötung.

Dies teilte das Polizeipräsidium Schwaben Nord am Dienstag in Augsburg mit. Demnach ist der Unfall vom Montag wohl auf menschliches Versagen des 24-Jährigen zurückzuführen.

Haftbefehl in Prüfung

Die Staatsanwaltschaft Augsburg prüfe derzeit, ob ein Haftbefehl gegen den Fahrdienstleiter beantragt werde. Der zuständige Abteilungsleiter der Staatsanwaltschaft sei deshalb an den Unfallort gekommen, um sich einen persönlichen Eindruck zu machen.

Der von Augsburg nach Ingolstadt fahrende Regionalzug war am Montag wenige hundert Meter vor dem Bahnhof Aichach frontal auf die Lok eines stehenden Güterzugs gefahren. Dabei kamen der 37 Jahre alte Lokführer und eine 73 Jahre alte Passagierin ums Leben.

Die Deutsche Bahn teilte mit, dass sich der Unfall gegen 21.20 Uhr ereignet habe. Die Strecke Ingolstadt-Augsburg sei gesperrt worden. Wann sie wieder freigegeben wird, war unklar. Den Angaben nach fahren dort nur Regional- und Güterzüge, aber keine Züge des Fernverkehrs. Bis wann die Züge geborgen sind, war noch nicht absehbar. «Das wird aber noch Stunden dauern», sagte der Polizeisprecher.

Zweiter Unfall in Bayern am Montag

Es ist der zweite Unfall mit einer Bahn in Bayern am Montag. Nachdem ein Regionalzug an einem unbeschrankten Bahnübergang im oberbayerischen Seeshaupt am Starnberger See ein Auto erfasst hatte, starben ebenfalls zwei Menschen. Der Fahrer und der Beifahrer des Wagens kamen um Leben. Das Auto war nach der Kollision mehrere Hundert Meter vom Zug mitgeschleift worden, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Einer der etwa 60 Fahrgäste der Regionalbahn wurde verletzt. Der Lokführer wurde äusserlich nicht verletzt.

Video: Zugunglück in Bayern

Die Bilanz des Zugunglücks: zwei Tote und mehrere Verletzte. (Video: Tamedia/AFP)

AFP/sda/nag/sep

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