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Zweijähriger erschiesst Mutter in Supermarkt

Ein kleiner Junge hat in einem Supermarkt in den USA die Pistole seiner Mutter aus deren Handtasche genommen – und abgedrückt.

Hier hat sich das tödliche Drama ereignet: Walmart in Hayden, fotografiert mit einem Einkaufswagen im Vordergrund. (30. Dezember 2014)
Hier hat sich das tödliche Drama ereignet: Walmart in Hayden, fotografiert mit einem Einkaufswagen im Vordergrund. (30. Dezember 2014)
The Spokesman-Review, Kathy Plonka, Keystone

Ein Kleinkind hat in den USA versehentlich seine Mutter mit deren Pistole erschossen. Nach Polizeiangaben war die Frau mit ihren Kindern und anderen Familienmitgliedern in einem Supermarkt in Hayden im Bundesstaat Idaho einkaufen.

Ihr zweijähriger Sohn sass im Einkaufswagen, wo er sich unbemerkt die Waffe aus der Handtasche seiner Mutter griff und sie abfeuerte. Die 29-Jährige brach tödlich getroffen zusammen. Das ländliche Idaho gehört zu den US-Bundesstaaten mit dem höchsten Anteil an Waffenbesitzern. Nach Polizeiangaben hatte das Opfer eine Lizenz zum verdeckten Waffentragen. Der stellvertretende Polizeichef Stu Miller sagte dem Lokalfernsehen KHQ, er sei «ein grosser Anhänger des verdeckten Waffentragens zum eigenen Schutz. Aber man muss verantwortungsvoll damit umgehen. Leider war das hier nicht der Fall.»

Ungewöhnlich tragisch

Tödliche Unfälle mit Schusswaffen sind angesichts der weiten Verbreitung von Waffen in den USA keine Seltenheit. Der Vorfall in Idaho war jedoch ungewöhnlich tragisch und löste eine Lawine von Kommentaren in sozialen Online-Medien aus. «Genug ist genug, meint ihr nicht? Ein Zweijähriger tötet mit einer Pistole? Ist das Dein Ernst, Amerika?» schrieb ein Nutzer. Andere zeigten sich besorgt um das Schicksal des kleinen Jungen, der nun ohne seine Mutter aufwachsen wird.

Alljährlich werden rund 20.000 Minderjährige in den USA durch Schusswaffen verletzt oder getötet. Zur Zahl der Kinder und Jugendlichen, die selbst versehentlich jemanden durch Schüsse verletzen oder töten, gibt es keine Angaben. Im August hatte ein anderer tragischer Fall Aufsehen erregt. Dabei hatte eine Neunjährige beim Schiessunterricht versehentlich ihren Lehrer mit einem Kopfschuss getötet, weil sie den heftigen Rückstoss des Uzi-Schnellfeuergewehrs nicht kontrollieren konnte.

AFP/rub

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