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Zyklon Mahasen zerstört 50'000 Häuser

Mehr als eine Million Menschen war in Bangladesh vor dem Wirbelsturm Mahasen geflohen – nun kehrten sie in ihre Häuser zurück. Die Anzahl der Toten stieg auf 13, über 50'000 Häuser wurden zerstört.

Verheerende Zerstörung: Ein Mann baut sein Zelt in einem Flüchtlingslager in Burma wieder auf, nachdem dieses von Zyklon Mahasen zerstört worden war. (17. Mai 2013)
Verheerende Zerstörung: Ein Mann baut sein Zelt in einem Flüchtlingslager in Burma wieder auf, nachdem dieses von Zyklon Mahasen zerstört worden war. (17. Mai 2013)
AFP
Vollgepackt: Einige Familien verladen ihre Habseligkeiten, um in die Flüchtlingscamps nahe der Stadt Sittwe in Burma zurückzukehren. Sie waren vor Zyklon Mahasen in Notunterkünfte geflohen. (17. Mai 2013)
Vollgepackt: Einige Familien verladen ihre Habseligkeiten, um in die Flüchtlingscamps nahe der Stadt Sittwe in Burma zurückzukehren. Sie waren vor Zyklon Mahasen in Notunterkünfte geflohen. (17. Mai 2013)
AFP
Ein Schiff kämpft sich durch das stürmische Wetter vor Chittagong. (16. Mai 2013)
Ein Schiff kämpft sich durch das stürmische Wetter vor Chittagong. (16. Mai 2013)
Reuters
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Der tropische Wirbelsturm Mahasen hat an der Küste Bangladeschs knapp 50'000 strohgedeckte Häuser zerstört. Mehr als eine Million Menschen, die sich vor dem Zyklon in Sicherheit gebracht hatten, verliessen am Tag nach dem Unwetter die Schutzräume.

Die Zahl der Toten sei auf 13 gestiegen, sagte Abdul Wazed, der Chef der Abteilung für Katastrophenschutz in der Hauptstadt Dhaka. In der Bucht von Bengalen wurden zudem die Leichen von 18 Kindern und sechs Frauen gefunden.

Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um Opfer eines Bootsunglücks im benachbarten Burma handelt. Dort waren am Montag Angehörige der muslimischen Rohingya-Minderheit in See gestochen. Mehrere Boote mit mehr als 100 Menschen kenterten, nur 42 wurden gerettet. In der Kleidung der Toten sei Geld aus Burma gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher.

5000 Tonnen Reis für die Region

Zyklon Mahasen war am Donnerstag mit viel Regen und starkem Wind über dem bitterarmen Bangladesh hereingebrochen. Durch die hohen Wellen wurden in Küstennähe auch zahlreiche Flächen überflutet. Am Freitag wurde der Betrieb in Bangladeschs beiden grössten Flughäfen wieder aufgenommen. Auch der grösste Hafen des Landes in Chittagong öffnete erneut.

Die Regierung des südasiatischen Landes schickte 5000 Tonnen Reis in das betroffene Küstengebiet und stellte umgerechnet zwölf Millionen Franken für den Wiederaufbau zur Verfügung. Der Sturm brach mit weniger Kraft als erwartet über Bangladesh herein und schwächte sich am Freitag weiter ab.

2008 starben 140'000 Menschen

Das östliche Nachbarland Burma blieb weitgehend verschont. «Wir müssen keine Toten beklagen und es gibt keine Überschwemmungen», sagte Oo Hla Thein, Sprecher der Regionalregierung. An der Küste habe der Wind lediglich ein paar Hütten zerstört. In Indien, das westlich von Bangladesh liegt, wurde zunächst nichts über Schäden bekannt.

Bangladesh und Burma erleben häufig Zyklone, wie die tropischen Wirbelstürme über dem Indischen Ozean und in Teilen des Pazifiks genannt werden. Der Zyklon Nargis hatte im Mai 2008 schwere Verwüstungen im Irrawaddy-Delta in Burma angerichtet und 140'000 Menschen getötet.

SDA/ajk

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