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Wie sich Lewinsky auf das Clinton-Bild schlich

Die Sex-Affäre verfolgt den ehemaligen Präsidenten: Der Schatten von Monica Lewinsky soll nun auf einem Porträt von Bill Clinton zu sehen sein.

Damals freute es sich noch über das Bild: Bill Clinton enthüllt sein Porträt im April 2006.
Damals freute es sich noch über das Bild: Bill Clinton enthüllt sein Porträt im April 2006.
Reuters

Der Schatten auf einem Porträt-Bild von Bill Clinton gehört nicht zu dem früheren US-Präsidenten - sondern ist eine Anspielung auf Clintons Sex-Affäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky. Er habe den Schatten einer Gliederpuppe in blauem Kleid gemalt, wenn Clinton nicht anwesend war, sagte der Künstler Nelson Shanks der Zeitung «Philadelphia Daily News». Das Porträt zeigt Clinton stehend vor einem Kamin, auf dem sich ein Schatten abzeichnet. Shanks fertigte das Gemälde für die National Portrait Gallery in Washington an.

Suche den Schatten: Bill Clinton vor seinem Porträt. (Foto: Keystone; 2006)
Suche den Schatten: Bill Clinton vor seinem Porträt. (Foto: Keystone; 2006)

«Er ist der vielleicht bekannteste Lügner aller Zeiten», sagte der 77-jährige Künstler über Clinton. «Er und seine Regierung haben einige gute Dinge getan, klar, aber ich konnte diese Monica-Sache nicht völlig ausblenden, und sie ist subtil ins Gemälde eingeflossen.» Das Bild sei «eine Art Metapher für den Schatten, der auf Clintons Amtszeit oder auf ihn fällt.»

Lewinsky hatte als Praktikantin im Weissen Haus ab 1995 eine Affäre mit Clinton, der von 1993 bis 2001 US-Präsident war. Clinton bestritt die Affäre zunächst vehement, bevor er sie schliesslich zugab und als Fehler bezeichnete. Der Sexskandal brachte Clinton politisch in Bedrängnis, der Demokrat überstand aber ein Amtsenthebungsverfahren. Lewinskys blaues Kleid, auf dem sich Clintons Spermaspuren befunden haben sollen, war eines der wichtigsten Beweismittel in dem Verfahren.

Lewinsky hatte im vergangenen Jahr in einem Artikel geschrieben, sie fühle sich von Clinton benutzt. Sie sei als «Sündenbock» missbraucht worden, um seine Machtposition zu schützen. Der Ex-Präsident könnte als Ehemann erneut ins Weisse Haus einziehen, sollte seine Frau, Ex-Aussenministerin Hillary Clinton, für die Demokraten für die Präsidentschaftswahl 2016 kandidieren und gewinnen.

(AFP)

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