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Rettung in Richterswil gescheitertParacelsus-Spital schliesst wegen Corona-Krise

Das in finanzielle Nöte geratene Spital fand keinen Kooperationspartner. Es ist ab Ende November zu.

Die Corona-Krise habe die bereits schwierige Situation weiter verschärft: Das Paracelsus-Spital in Richterswil.
Die Corona-Krise habe die bereits schwierige Situation weiter verschärft: Das Paracelsus-Spital in Richterswil.
Archivfoto: Michael Trost

Das Paracelsus-Spital in Richterswil schliesst auf Ende November seine Türen. Rettungsversuche für das wegen der Corona-Krise in finanzielle Nöte geratene Spital schlugen fehl.

Es sei trotz intensiver Gespräche mit verschiedenen möglichen Kooperationspartnern im Rahmen der Nachlassstundung nicht gelungen, einen geeigneten Partner für das Spital zu finden. Dies obwohl andere Spitäler wegen Corona überfüllt sind.

Die Notfallaufnahme werde den Betrieb bereits am 23. November einstellen, der stationäre Bereich am 27. November. Eine geordnete Übergabe der Krankengeschichten sei gewährleistet. Die Leistungen im Bereich Geburtshilfe für die Patientinnen der Frauenklinik würden ab dem 23. November durch das Spital Lachen sowie das Spital Einsiedeln gewährleistet.

Apotheke und Zentrum bleiben ohne Spital bestehen

Die Paracelsus-Apotheke in Richterswil und das Paracelsus-Zentrum Sonnenberg in Zürich sollen ausserhalb des Spitals in neuen organisatorischen Einheiten erhalten und weitergeführt werden. Entsprechende Vereinbarungen seien in Vorbereitung. Das Paracelsus-Spital bemühe sich, für die von der Schliessung betroffenen Mitarbeiter neue Lösungen zu finden. Ein Teil der Belegschaft werde von Partnerspitälern übernommen, welche die Patientinnen und Patienten des Paracelsus-Spitals künftig betreuen würden.

Das Spital hatte am 23. Oktober darüber informiert, dass es sich in Nachlassstundung befinde. Die Corona-Krise habe die bereits schwierige Situation des kleinen Spitals weiter verschärft. Die Fallzahlen seien auch nach dem Lockdown nicht ausreichend angestiegen, teilte das Spital damals mit.

SDA

17 Kommentare
    Nathalie Gerber

    Ich verstehe die Welt nicht mehr. Die Spitäler werden wegen Corona überrannt. Die Lage ist für die Menschheit besorgniserregend, heisst es. Die Corona Grippe nimmt laufend zu. Und jetzt wird ein Spital geschlossen mangels Patienten und Rentabilität? Jetzt müssten doch alle «strengere Corona Maßnahmen Politiker » auf die Barrikade gehen. Da kommen mir ketzerische Gedanken auf.... die Lage ist vielleicht doch nicht so primär wie von den Medien und den Behörden dargestellt. Zudem zementiert es wieder offensichtlich, nur wer die richtige Lobby in Bern hat wird unterstützt und gerettet. In der jetzigen Lagen ein Spital zu schliessen ist total weltfremd. Dafür fliessen Millionen in die Swiss. Und die CEO‘ s zahlen sich einen Boni aus. Tja, so funktioniert halt das bürgerliche Wirtschaftssystem.