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Zugang zu Corona-DatenPeking soll die Daten herausgeben

Die internationale Gemeinschaft muss darauf drängen, dass die Volksrepublik China ihren Widerstand aufgibt und sämtliche Forschungsergebnisse zu Corona teilt. Die Erfahrung zeigt: Das kann durchaus gelingen.

Chinesische Bewohnerinnen und Bewohner unweit des Marktes in Wuhan.
Chinesische Bewohnerinnen und Bewohner unweit des Marktes in Wuhan.
Foto: EPA

China gibt den Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht ausreichend Zugang zu Daten möglicher früherer Covid-19-Fälle. Überraschen kann das nicht. China hat die Spurensuche monatelang blockiert, die Bedingungen für die Untersuchung diktiert und missbraucht die Mission jetzt für seine Propaganda.

Eine vollständige Aufklärung ist bereits heute kaum mehr möglich. Dass China nun noch weiter Daten zurückhält, ist nicht akzeptabel. Die internationale Gemeinschaft muss darauf drängen, dass China sämtliche Daten und Forschungsergebnisse teilt.

Für Peking mag die Untersuchung politisch heikel sein. Die Regierung fürchtet, für den Ausbruch die Verantwortung übernehmen zu müssen. Genau darum geht es aber nicht. Die Erkenntnisse sind im Kampf gegen diese und kommende Pandemien dringend notwendig.

Für die WHO ist die Situation eine Chance – jetzt muss sie zeigen, wem sie sich verpflichtet sieht.

China zur Herausgabe weiterer Daten zu drängen, kann durchaus gelingen. In Wuhan hat die Regierung anfangs ebenfalls jegliche Untersuchung abgelehnt und Ländern gedroht, die diese forderten. Zugang gewährte Peking erst, als die internationale Gemeinschaft geschlossen auf eine Untersuchung drängte.

Genau diesen Druck braucht es nun erneut. Für die WHO ist die Situation auch eine Chance. Ihr Verhalten im Umgang mit Peking hat ihre Glaubwürdigkeit schwer beschädigt. Jetzt muss sie zeigen, wem sie sich wirklich verpflichtet sieht.

28 Kommentare
    Roman Isenring

    Ich lese mit Erstaunen, dass Herr Burkhard in einem Satz meinen Namen nennt, dies im Zusammenhang mit meiner Aussage, dass eine Mia Chinesen darauf wartet, dass die Kommunisten in Beijing abgelöst.

    Darauf gebe ich Ihnen Herr Burkhard ein kleiner Beispiel. Sie wissen, dass die Nationlchinesen unter Tsiang Kai Shek, als sie vor Mao nach Taiwan flohen, tausende von den schönsten Kultergütern nach Taiwan mitnahmen. Diese vielen, wunderschönen Sachen sind im Nationalmuseum in Taiwan zu sehen.

    Während einigen Jahren durften jeden Tag 5‘000 Chinesen nach Taiwan reisen, um diese Sachen betrachten zu können.

    Irgendwann fiel es auf, dass immer mehr junge Chinesen nach Taiwan reisten, gleichzeitig ging aber die Besucherzahl im Nationalmuseum zurück. Wo waren den die jungen Chinesen, was machten sie den ganzen Tag.

    Schlicht und einfach blieben sie auf Ihren Zimmern und schauten BBC, CNN, und alles was sonst noch auf westlichen Kanälen informiert wurden.

    Natürlich hat dann China reagiert, und Xi hat dann die ganze Sache ca. 2017 abgeblasen.

    Interessant auch, ich habe die Flugverbindung von Xiamen nach Taipei regelmässig genutzt, statt knapp 30 min. dauerte der Flug über 90 min, weil die Flugzeuge ab Xiamen Richtung Hongkong fliegen mussten, als sie die Flugstrasse von HKG nach TPE erreichten, sind sie abgebogen und haben sich in die Flugstrasse von HKG nach TPE eingereiht. Dies war eine Vorsichtsmassnahme, um Flugzeuge nicht mit Raketen zu verwechseln..