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Was lernen Freizeitsportler von Olympia?

Vom Laufen mit den Besten und ausreichendem Trinken.

Schauplatz Olympiastadion in Peking am Sonntagabend. Vor 91'000 Zuschauern passieren die 10'000-Meter-Läufer eben die 5-km-Marke. Der spätere Sieger Kenenisa Bekele hält sich noch geschickt im Feld versteckt. Es ist kurz vor 23 Uhr Ortszeit, trotzdem herrschen noch immer extreme Bedingungen. Das Thermometer zeigt noch Temperaturen um die 25°C und die Luftfeuchtigkeit ist im Bereich von 85%. Eine knappe Viertelstunde später läuft Bekele mit 27:01.17, einem neuen Olympischem Rekord, ins Ziel ein und bewegt sich damit an der Grenze des Möglichen. Für diese Leistung ist er bereits im Training an die Grenzen gegangen. Bis zu 250km lief er die Woche. Ob das noch gesund ist? Bekele ist das egal, zumindest im Moment. Strahlend begibt er sich mit seinem Freund und Vorbild Haile Gebrselassie auf die Ehrenrunde.

Ein ganz anderes Bild drei Monate vorher beim Zieleinlauf des Grand Prix von Bern. Über 20'000 Hobbyläufer geniessen die einmalige Atmosphäre während den schönsten zehn Meilen der Welt. Für die Meisten ist die Zeit nur sekundär. Was wirklich zählt sind andere Dinge. Spass beim gemeinsamen Erlebnis, ein Ausgleich zum Alltag und vor allem die eigene Gesundheit. Auch hier durch und durch strahlende Gesichter. Laufen kann jeder, man braucht nur ein paar Laufschuhe und los geht's. In keiner anderen Sportart kann man sich so direkt mit der Weltspitze messen wie im Strassenlauf. Am Ende ist die Spitze mit Viktor Röthlin über die 10 Meilen mindestens eine Viertelstunde schneller als die grosse Masse an Läufern. Aber dies ist den meisten egal. Und doch fragt sich manch einer: Was kann ich als Freizeitsportler von Olympioniken lernen?

Sicherlich gibt es unzählige Dinge zu lernen. Ich möchte aber hier nur auf ein einziges Thema eingehen, weil es mir sehr wichtig erscheint: Die Flüssigkeitszufuhr während des Rennens. Gerade in Peking mit der extrem hohen Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 25°C ist dies auch für die Spitzenathleten ein sehr bedeutender Aspekt. Bei Belastungen bis zu einer Stunde kann die Flüssigkeitszufuhr problemlos nach dem Renner erfolgen. Da aber gerade Freizeitsportler oft viel länger unterwegs sind als Spitzenathleten, wird die Flüssigkeitszufuhr schnell einmal bedeutend. Flüssigkeitsdefizite können zu einem Leistungsabfall, zu Konzentrationsstörungen und sogar zu schweren gesundheitlichen Problemen führen. Als Faustregel sollte man während des Rennens zwischen 0,5 - 1 Liter Flüssigkeit pro Stunde trinken. Aber Achtung, man kann es auch zu gut machen: Wer zu viel trinkt, läuft Gefahr, einer Hyponatriämie, auch bekannt als Wasservergiftung, zu bekommen. Also zu viel Flüssigkeit bei zu wenig Natrium im Organismus und Symptomen wie Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Trinkt man viel, wird das Blut stark verdünnt. Beinhaltet das eingenommene Getränk zu wenig Salz, sinkt die Natriumkonzentration. Sollte man also bei künftigen Ausdauer-Anlässen die Verpflegungsposten lieber auslassen? Sicher nicht. Mehrheitlich trinken die Freizeitsportler eher zu wenig.

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