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Olympia-Splitter

In Qingdao wird (an-)gepackt +++ Hammer statt Ruder +++ Freiheit nur für einen Monat

In Qingdao wird (an-)gepackt

Packen - darum kommt gegen Ende der Spiele niemand herum. Für den segelnden Teil der Schweizer Delegation dauert die Übung mehr als ein paar Minuten. Bevor das Team um Flavio Marazzi, Enrico De Maria und Nathalie Brugger fürs «Finale» von Qingdao nach Peking fliegt, muss heute alles Material in den Schiffscontainer geladen werden. Gut, dass mit De Maria ein ehemaliger Alinghi-Grinder mitanpackt! Wem der America's-Cup-Jargon nicht mehr geläufig ist: Grinder ist praktisch ein Synonym für Kraftprotz, Muskelmann oder Kleiderschrank.

Hammer statt Ruder

Gegen den Willen ihrer Mutter begann Hammerwurf-Olympiasiegerin Axana Menkowa einst mit dem Leistungssport. «Sie meinte, das würde zu viel Kraft kosten und ich würde meine Gesundheit ruinieren», sagte die Weissrussin. Um sich nicht mit der Mutter anlegen zu müssen, ging Menkowa zum Training, während die Eltern arbeiteten. Zuerst war die heute 26-Jährige von den Talentsichtern wegen ihrer Grösse als Ruderin ausgewählt worden, doch weil der See bei den ersten Trainings zugefroren war, entschied sie sich für die Leichtathletik.

Freiheit nur für einen Monat

Nur wenige haben sich nicht über den Gewichtheber-Olympiasieg des für Deutschland erfolgreichen, ehemaligen Österreichers Matthias Steiner gefreut. Der zweitplatzierte Jewgenij Schigischew war einer von ihnen. Der Russe hatte für den angestrebten Gold-Gewinn viele Entbehrungen auf sich genommen. «Mein Sohn ist eineinhalb Monate und ich habe ihn noch nicht gesehen», sagte der 29-Jährige. «Gold hätte für mich Freiheit bedeutet, Silber bedeutet Freiheit für einen Monat.»

si/cal

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