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Ein Dutzend Gold-Anwärter

Nach der verpassten Medaille im Nationenpreis haben drei Schweizer im Einzelfinal der Springreiter eine zweite Chance.

Auch zwei Tage nach dem Aussetzer von No Mercy hat Christina Liebherr keine Ahnung, was mit ihrem Pferd los war in der zweiten Runde des Nationenpreises. «Er war praktisch unreitbar, aber den Grund für sein Verhalten haben wir noch nicht herausgefunden», erklärt die Westschweizerin, die noch immer der Teammedaille und der verpassten Qualifikation für den Einzelfinal nachtrauert. Es werde wohl einige Tage dauern, bis sie sich besser fühle, sagt die Sportlerin, die aber Haltung bewahrt und gestern bei der zweiten Veterinärkontrolle ihre Teamkollegen tatkräftig unterstützte.

Jalisca Solier, Cantus und Nobless, die Pferde von Steve Guerdat, Niklaus Schurtenberger und Pius Schwizer bestanden den Gesundheitstest ohne Beanstandung. «Wir haben in den zwei Ruhetagen dafür gesorgt, dass sich die Pferde vom schweren Mannschaftswettbewerb gut erholen konnten», sagt Beat Mändli, der die drei Reiter in Hongkong als Trainer betreut. Für die Pferde stand nur ein leichtes Dressurtraining auf dem Programm sowie zwei lockere Runden auf der Galoppbahn, um die Muskeln zu lockern.

Die Tagesform wird entscheiden

Steve Guerdat, Niklaus Schurtenberger und Pius Schwizer belegten nach den drei Qualifikationsrunden die Plätze 13 bis 15. Ihre Ergebnisse aus den Vorrunden sind aber nicht mehr relevant, denn der Einzelfinal von heute Donnerstag, ab 13.15 Uhr Schweizer Zeit, beginnt wieder bei null. «Es kommt also auf die Tagesform an», erklärt Mändli.

Der Final der 35 besten Reiter führt über einen A- und einen B-Kurs, wobei sich nur noch 20 Paare für den zweiten Umgang qualifizieren können. Der venezolanische Parcoursbauer Leopoldo Palacios, der vor acht Jahren auch für die Kurse in Sidney verantwortlich war, hat nochmals wesentlich schwerere Aufgaben für die Reiter und Pferde angekündigt. Der Kampf um die Medaillen ist offen, ein gutes Dutzend Reiterinnen und Reiter gehören zum Favoritenkreis.

Die Beerbaums wollen Revanche

Revanche für das schlechte Abschneiden im Teamwettbewerb hat die Weltranglistenerste Meredith Michaels Beerbaum mit Shutterfly (16.) angekündigt. Ebenso ihr Schwager Ludger Beerbaum, der mit All Inclusive als 34. gerade noch in den Final gerutscht ist.

Die Schweizer Reiter sind gemäss ihrem Betreuer Beat Mändli alle drei für eine Überraschung gut. Den stärksten Eindruck hat für ihn jedoch Steve Guerdat mit Jalisca Solier hinterlassen. Mändli erklärt, die Stute habe sich in den olympischen Springreiterwettbewerben von Tag zu Tag gesteigert.

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