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Journalismus in der KrisePermanente Apokalypse

Hätte, könnte, würde: Der Pandemie-Sommer schlägt sich in einem Fest von Konjunktiv-Schlagzeilen nieder. Dabei hätten wir den Indikativ nötiger denn je.

«Spiegel»-Titelbild aus dem Jahr 2016 von Edel Rodrigues: Permanente Apokalypse.
«Spiegel»-Titelbild aus dem Jahr 2016 von Edel Rodrigues: Permanente Apokalypse.
Foto: Der Spiegel

Es hätte der heisseste Sommer seit Messbeginn werden könnenwird es aber wohl nicht. Dafür haben wir jetzt Corona. «Ein späterer Lockdown hätte über 6000 Tote gefordert», vermeldeten «20 Minuten» und diese Zeitung jüngst das Resultat einer Berner Studie. «Hätte der Bundesrat sieben Tage zugewartet, wären am Ende über 8000 Menschen an Covid-19 in der Schweiz gestorben – das Vierfache der fast 2000 Opfer, die laut Studie bis zum Schluss der ersten Welle zu erwarten sind», so heisst es im Text. Das wäre schlimm gewesen, schlimmer jedenfalls als die 2000 Opfer, die man erst noch erwartet. Aber es hätte auch wesentlich schlimmer kommen können.

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