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Bande betrügt den italienischen Staat Plötzlich bekommt die Entführung einen neuen Dreh

In Brescia ist eine Bande aufgeflogen, die zwei Geiselnahmen in Syrien vorgetäuscht haben soll, um Millionen an Lösegeld zu erpressen. Die Geiseln selbst waren auch in den Plot verwickelt – wenigstens in den ersten Teil.

Nach seiner Befreiung: Alessandro Sandrini im Mai 2019.
Nach seiner Befreiung: Alessandro Sandrini im Mai 2019.
Foto: Muhammad Haj Kadour (AFP)

War alles Bangen für nichts? In Folzano, einem Stadtteil von Brescia, haben sie jahrelang um zwei Männer aus dem Ort gebangt, die 2016 in die Hände von Jihadisten gefallen waren: Alessandro Sandrini und Sergio Zanotti, kleine Unternehmer mit durchwachsenem Erfolg. Gebetet haben sie für sie, es gab eigene Gebetsmessen dafür. An so manchen Fenstern in Brescia hingen Fahnen in den Regenbogenfarben: Pace, Frieden. Diese schrecklichen Bilder aus der Gefangenschaft aus Syrien, mit den bewaffneten, vermummten Geiselnehmern im Rücken – sie drückten auf das Gemüt Folzanos. Als dann beide 2019 freikamen, war die Freude gross, eine kollektive Erleichterung.

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