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Machtverlagerung in Brasilien Plötzlich geht Bolsonaro auf Distanz zum Militär

Brasiliens Präsident tauscht sechs Minister auf einen Schlag aus. Wegen der Corona-Krise steht er unter Druck – und sucht neue Verbündete im Parlament.

Baut sein Kabinett massiv um: Jair Bolsonaro (links) zusammen mit dem geschassten Aussenminister Ernesto Araújo.
Baut sein Kabinett massiv um: Jair Bolsonaro (links) zusammen mit dem geschassten Aussenminister Ernesto Araújo.
Foto: Sergio Lima (AFP)

Mitten in der Corona-Krise baut Brasiliens Präsident sein Kabinett massiv um. Gleich sechs Minister werden ausgetauscht, darunter auch der Verteidigungs- sowie der Aussenminister, beides Schwergewichte und bislang treue Gefolgsleute des Präsidenten.

Es ist der umfassendste Personalwechsel seit dem Amtsantritt der Regierung 2019 und kommt in einem Moment, in dem der brasilianische Präsident seine bisher grösste Krise erlebt. Sie ist der Versuch, die Macht vom Militär – der einstmals wichtigsten Stütze des Präsidenten – zu neuen Verbündeten im Parlament zu verlagern.

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