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Pandemie und ErnährungPlötzlich ist der Reis ein Statussymbol

Millionen Südkoreaner achten im Homeoffice viel stärker auf die Qualität ihres Essens. Das wirkt sich auf den Preis des Grundnahrungsmittels schlechthin aus.

Aromatische Sorten haben sich durchgesetzt, westlicher Einfluss schlägt durch: Dennoch gehört weisser Reis nach wie vor zu den meisten koreanischen Gerichten.
Aromatische Sorten haben sich durchgesetzt, westlicher Einfluss schlägt durch: Dennoch gehört weisser Reis nach wie vor zu den meisten koreanischen Gerichten.
Foto: George Reyes (Flickr)

Ende Januar bringt Südkoreas statistischer Dienst immer die Zahlen zum Reisverzehr der Nation heraus. Das Ergebnis für 2020: wieder ein Minusrekord. 57,7 Kilo Reis ass jeder südkoreanische Mensch im Durchschnitt, 1,5 Kilo weniger als 2019, dem Jahr, in dem der Pro-Kopf-Reisverbrauch erstmals unter die 60-Kilo-Marke rutschte. 1980 lag der Wert noch bei über 130 Kilo.

Trotzdem melden Reisverkäufer im Tigerstaat Erfolge, denn auch wenn die Masse weniger Reis isst – die Nachfrage nach Qualitätsreis steigt, auch wegen der Pandemie. Als Zeugin zitiert die Nachrichtenagentur Yonhap die Hausfrau Park Hye-seong. Mit dem Ehemann im Homeoffice und beiden Kindern im Onlineunterricht müsse sie täglich drei Mahlzeiten auf den Tisch bringen. «Das war erst stressig, aber jetzt interessiere ich mich für hochwertige Zutaten, inklusive Reis.» Beim Premium-Reis-Lieferanten ihres Vertrauens hat sie ein Abonnement abgeschlossen: Alle zwei Wochen kommt ein neuer 2-Kilo-Sack. Reis als Lifestyle-Speise?

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