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Daten nachträglich angepasstPlötzlich sackt der R-Wert ab

Unmittelbar bevor der Bundesrat die Corona-Massnahmen verschärfte, warnte die Taskforce vor steigenden Fallzahlen. Der Grund war ein hoher R-Wert. Inzwischen wurde der Wert von damals deutlich nach unten korrigiert.

Der R-Wert war Anfang Dezember zu hoch, die Restaurants mussten früher schliessen.
Der R-Wert war Anfang Dezember zu hoch, die Restaurants mussten früher schliessen.
Foto: Ennio Leanza (Keystone)

1,13 – diese Zahl hatte Folgen. Das war der R-Wert für den 4. Dezember. Gemäss den Berechnungen der ETH steckten an diesem Tag in der Schweiz 100 Corona-Infizierte im Schnitt 113 weitere Personen an. Das bedeutet: Die Zahl der Neuansteckungen wuchs damals exponentiell.

Zumindest ging man davon aus, als der R-Wert für den 4. Dezember zehn Tage später – am 14. Dezember – ein erstes Mal berechnet werden konnte. Weil es von der Infektion über das Auftreten erster Symptome bis zum positiven Corona-Test im Schnitt 8 bis 10 Tage dauert, kann nur mit zeitlicher Verzögerung geschätzt werden, wie schnell sich das Virus in der Schweiz verbreitet. Die Schätzungen werden zudem oftmals nachträglich korrigiert. Ein Fakt, der bislang in der öffentlichen Diskussion um den R-Wert in der Schweiz kaum thematisiert wurde.

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