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Von Kopf bis Fuss: Corona-Depression«Psychische Probleme treten in Krisen häufig erst spät auf»

Der Zürcher Arzt Phillip Katumba beobachtet eine Zunahme der Angstgefühle bei seinen Patienten. Und sagt, wie man mit der wohl noch andauernden Verunsicherung umgehen soll.

Informationsflut und Jugendarbeitslosigkeit: Immer häufiger klagen auch jüngere Patientinnen und Patienten über Angstgefühle.
Informationsflut und Jugendarbeitslosigkeit: Immer häufiger klagen auch jüngere Patientinnen und Patienten über Angstgefühle.
Foto: Getty Images

Finden Sie es nicht auch erstaunlich, dass in den ersten Monaten von Corona die Zahl psychischer Erkrankungen nicht stark zugenommen hat? Dies, obwohl so viele Menschen arg gestresst waren.

Psychische Probleme treten häufig erst in einer späteren Phase einer Krise auf. Aufgrund der menschlichen Fähigkeit zur Resilienz können wir Stresssituationen unterschiedlich lange bewältigen. Natürlich spielt es eine Rolle, wie intensiv diese sind, und in welcher körperlichen und seelischen Verfassung wir uns befinden. Doch irgendwann sind die Kraftreserven aufgebraucht, vor allem, wenn sich eine Situation nicht beruhigt. Dies konnten wir in den letzten Wochen in unserer Praxis beobachten. Wir hatten deutlich mehr, vor allem auch jüngere Patienten, die über Angstgefühle und eine allgemeine Verunsicherung klagten.

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