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Interview zu Bungee-SprüngenWarum springt jemand freiwillig aus hundert Metern in die Tiefe?

Er weiss, was im Körper von Bungee-Springern passiert: Neurowissenschaftler Surjo Soekadar hat den Extremsport untersucht – und erklärt, warum er selber nicht gesprungen ist.

Je nach Persönlichkeit überwiegt entweder die Angst oder die Neugier: Eine Bungee-Jumperin springt aus einer Kabine der Stockhornbahn über dem Hinterstockensee.
Je nach Persönlichkeit überwiegt entweder die Angst oder die Neugier: Eine Bungee-Jumperin springt aus einer Kabine der Stockhornbahn über dem Hinterstockensee.
Foto: Lukas Lehmann (Keystone)

Von Natur aus ist der Homo sapiens eigentlich eher ängstlich, zumindest was Höhen betrifft. Dennoch stellen sich einige insbesondere im Sommer einfach, ohne mit der Wimper zu zucken, an die Kante des 10-Meter-Turms in der Badi, und andere wagen sogar einen verrückten Bungee-Sprung von der Staumauer Verzasca (220 Meter), der Eisenbahnbrücke in Intragna (70 Meter) oder aus der Stockhorn-Gondelbahn (134 Meter). Kurz vor der Mutprobe wird nochmals alles genau geprüft und abgewägt. Wie Forscher der Berliner Charité zeigten, wird erst in den letzten 0,2 Millisekunden vor dem Sprung die endgültige Entscheidung gefällt, und es gibt dann kein Zurück mehr.

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